US-Investor Apollo übernimmt indirekt deutsche Wüstenrot-Banktochter

München (APA/Reuters) - Der US-Finanzinvestor Apollo setzt seinen Expansionskurs im deutschen Bankensektor fort. Die Bremer Kreditbank (BKB), an der Apollo maßgeblich beteiligt ist, erwirbt vom Bauspar- und Versicherungskonzern W&W die Wüstenrot Bank, wie der bisherige Eigentümer am Dienstag mitteilte. Die BKB hatte im vergangenen Jahr bereits die Oldenburgische Landesbank von der Allianz übernommen.

Auch das Bankhaus Neelmeyer gehört dem Haus, bei dem Apollo 2014 eingestiegen war. Nun wird die BKB erstmals in Süddeutschland aktiv. Zum Kaufpreis für die Wüstenrot Bank sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte W&W mit. Auch der BAWAG-Großaktionär Cerberus hatte sich für die Wüstenrot Bank interessiert.

Für die Bausparkasse Wüstenrot hatte die eigene Bank zuletzt an Bedeutung verloren. Seit einer Änderung des Bauspargesetzes darf Wüstenrot auch selbst Baukredite vergeben, wofür man vorher die Bank als Schwestergesellschaft brauchte. Die Wüstenrot Bank betreibt seither mit 110 Mitarbeitern nur noch das Geschäft mit Girokonten, Karten und der Vermittlung von Fonds. Sie kommt auf eine Bilanzsumme von 1,5 Milliarden Euro. Teil des Verkaufs ist eine wechselseitige Zusammenarbeit im Vertrieb von Bank-, Bauspar- und Versicherungsprodukten.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht