US-Investitionsfonds hat bestes Offert für Telekom Srbija gemacht

Belgrad/Wien/Mexiko-Stadt - US-Investitionsfonds Apollo soll laut dem Belgrader Blatt "Vecernje novosti" mit 1,2 Mrd. Euro für einen 58-prozentigen Anteil an der Telekom Srbija das beste Offert für das serbische staatliche Unternehmen gemacht. Das Ziel des Investitionsfonds wäre laut Zeitung, die serbische Firma zu kaufen, Besserungen vorzunehmen, um sie in zwei Jahren an die Deutsche Telekom weiter zu verkaufen.

Die serbische Regierung erhofft sich laut früheren Medienberichten 1,5 Mrd. Euro für ihren Anteil. Der Verkauf soll inoffiziellen Quellen zufolge noch vor Ende November abgeschlossen sein.

Der derzeitige Wert der Telekom Srbija wurde offiziell nicht veröffentlicht, vor vier Jahren war er auf 2,2 Mrd. Euro geschätzt worden. Die damalige Regierung hatte beim Privatisierungsversuch vom einzigen Bieter, der Telekom Austria, 1,4 Mrd. Euro für einen 51-prozentigen Anteil verlangt. Der Verkauf war gescheitert. Derzeit dürfte der Wert der Telekom Srbija niedriger als vor vier Jahren liegen, so die Belgrader Tageszeitung.

Der serbische Staat ist mit 58,11 Prozent an der serbischen Telekom beteiligt, 20 Prozent sind im Besitz vom Unternehmen, der Rest befindet sich in den Händen von Kleinaktionären. Insgesamt acht Firmen und Investitionsfonds haben Interessen um die Telekom Srbija bekundet.

Wien (APA) - Der frühere Lobbyist und FPÖ-Politiker Walter Meischberger hält seine Anklage in der Causa Telekom Austria/Parteienfinanzierung für parteipolitisch motiviert und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geldwäsche. Das geht laut einem Bericht des "Standard" (Wochenendausgabe) aus den "ergänzenden Ausführungen" seines Rechtsanwalts zum Einspruch gegen die Anklageschrift hervor.
 

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Telekom-Anklage: Meischberger wehrt sich gegen Geldwäschevorwurf

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hat nach Gesprächen in den USA die Hoffnung auf eine gütliche Beilegung der handelspolitischen Streitigkeiten zwischen beiden Ländern genährt. "Es gibt eine konstruktive Grundhaltung", sagte er am Freitag nach seinen Unterredungen mit hohen Vertretern der US-Regierung und der Wirtschaft.
 

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Deutscher Politiker: Entspannter im Handelsstreit mit USA

Air Berlin - Unterlegene Bieter zürnen, Arbeitnehmer in Sorge

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