US-Hedgefonds Elliott will Umbau bei Hyundai vorantreiben

Seoul/New York (APA/Reuters) - Der US-Hedgefonds Elliott will mit einer milliardenschweren Beteiligung den Umbau bei dem südkoreanischen Autokonzern Hyundai Motor Group antreiben. Der aktivistische Investor legte am Mittwoch offen, Aktien an den zu der Gruppe gehörenden Gesellschaften Hyundai Mobis, Hyundai Motor sowie Kia Motors im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar (rund 813 Mio. Euro) zu halten.

Zugleich drängte der Finanzinvestor zu schnelleren Reformen und forderte die Gruppe auf, einen genauen Plan vorzulegen, wie Hyundai die Rendite steigern, die Bilanz optimieren und die Unternehmensführung verbessern wolle.

Der Vorstoß des für sein aggressives Vorgehen bekannten Hedgefonds kam an der Börse gut an. Aktien des Zulieferers Hyundai Mobis sprangen nach der Ankündigung um mehr als sechs Prozent nach oben, Hyundai-Motor-Papiere um rund fünf Prozent und Kia-Motors-Anteilsscheine um knapp vier Prozent. Analysten rechneten mit einer Steigerung des Unternehmenswerts durch den Einstieg des Investors. "Elliott hat Hyundai den Krieg erklärt, aber noch keine genaueren Forderungen gemacht, deshalb ist Bedarf an weiteren Diskussionen", sagte Fondsmanager Kim Sung-soo von LS Asset Management.

Das familiengeführte Konglomerat hatte vergangene Woche angekündigt, Forderungen nach größerer Transparenz nachkommen zu wollen und die komplexe Eigentümerstruktur zu glätten. Investoren äußerten daraufhin die Sorge, dies könnte vor allem der Eigentümerfamilie und weniger anderen Aktionären zugutekommen. Elliott begrüßte die Pläne als ersten Reformschritt, betonte aber zugleich, dass noch weitere bedeutende Maßnahmen notwendig seien. Der Hedgefonds hatte bereits Druck auf den südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung ausgeübt und dort im vergangenen Jahr die Rendite nach oben getrieben.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen