US-Firmen schaffen überraschend wenig Jobs

Die schwachen Zahlen nähren die Annahme, dass sich die US-Wirtschaft weiter abkühlt. Wie der Euro und das Gold reagieren und wann die nächsten wichtigen US-Daten kommen.

Insgesamt entstanden 169.000 neue Stellen, wie der private Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Januar 2014. Zudem fiel das Plus im März um 14.000 geringer aus als ursprünglich gemeldet. Von Reuters befragte Experten hingegen hatten für April 200.000 neue Arbeitsplätze erwartet.

Der Euro legte nach den Daten zu, auch Gold verteuerte sich. "Die Zahl enttäuscht", sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Die zuletzt eher durchwachsenen Konjunkturdaten könnten Zweifel an der Stärke des Aufschwungs nähren.

Die US-Wirtschaft wuchs zwischen Januar und März auf das Jahr hochgerechnet nur um 0,2 Prozent. Ökonomen machten dafür den starken Dollar sowie den ungewöhnlich strengen Winter verantwortlich, rechnen aber mit einem Anziehen der Konjunktur im Jahresverlauf. So traut der Internationale Währungsfonds den USA 2015 ein Wachstum von 3,1 Prozent zu - nach 2,4 Prozent im Vorjahr.

Fachleute blicken nun gespannt auf den Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird. Hier rechnen sie mit einem Plus von 224.000 Jobs. Im März hatte es nur 126.000 neue Stellen gegeben und damit den geringsten Zuwachs seit Ende 2013.

Auch die US-Notenbank schaut mit besonderem Interesse auf die Daten, weil sie mit ihrer Geldpolitik Vollbeschäftigung fördern soll. Trotz des jüngsten Konjunkturdämpfers hält die Zentralbank an ihren Plänen für eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr fest. Viele Marktteilnehmer erwarten, dass die Fed im September oder zum Jahresende die Zügel strafft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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