US-Einzelhändler im März mit größtem Umsatzplus seit einem Jahr

Washington - Die Kassen der US-Einzelhändler haben im März so kräftig geklingelt wie seit einem Jahr nicht mehr. Der Branchenumsatz stieg um 0,9 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. Zuvor hatte es wegen des strengen Winters drei Rückgänge in Folge gegeben.

Die Autoverkäufe legten mit 2,7 Prozent so kräftig zu wie seit März 2014 nicht mehr, die Umsätze in den Bekleidungsgeschäften zogen um 1,2 Prozent. Auch Bau- und Gartenmaterialien waren gefragt: Hier gab es mit 2,1 Prozent den kräftigsten Anstieg seit Juli 2013.

"Der Einzelhandel hat sich nach zum Teil wetterbedingt schwachen Vormonatswerten deutlich erholt", sagte der deutsche Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. "Dies lässt hoffen, dass die konjunkturelle Flaute nur temporär ist." Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent des privaten Konsums in den USA aus. Dieser wiederum steht für rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Ende 2014 war die weltgrößte Volkswirtschaft mit einer Jahresrate von 2,2 Prozent gewachsen. Wegen des strengen Winters gehen Volkswirte davon aus, dass im ersten Quartal sogar nur eine Eins vor dem Komma stehen könnte.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma