US-Börsen zur Eröffnung leicht erholt erwartet

New York (APA/dpa-AFX) - Nach dem massiven Kursrutsch vom Donnerstag hat die Wall Street noch die Chance auf einen versöhnlicheren Wochenabschluss: Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart gut 0,6 Prozent höher auf 24.010 Punkte.

Im bisherigen Wochenverlauf war der Dow um weitere 6,5 Prozent eingebrochen, nachdem er bereits in der Vorwoche um über 4 Prozent eingeknickt war. Die Sorglosigkeit im Verlaufe der über ein Jahr währenden Rekordjagd am US-Aktienmarkt war der Angst vor dem Zinsgespenst gewichen. Die Anleger fürchten, dass die Notenbanken den Strom des Billiggeldes deutlich schneller abebben lassen als bisher angenommen.

Doch Experten sehen noch eine andere Ursache: Nach Jahren extrem geringer Kursschwankungen haben Spekulanten auf der Suche nach Profiten auf den Fortbestand der Ruhe an den Finanzmärkten gewettet - und sie damit trügerisch gemacht. Wie riskant dieses Spiel wirklich war, könnte sich erst noch zeigen.

Unter den Einzelwerten sollten UPS und FedEx einmal mehr im Auge behalten werden. Nachdem sie zuletzt bereits unter Spekulationen auf eine mögliche Konkurrenz durch Amazon gelitten haben, goss jetzt das "Wall Street Journal" weiteres Öl ins Feuer. Amazon werde mit einem Paketdienst namens "Shipping with Amazon" an den Start gehen, berichtete das Blatt. Bei den Papieren von FedEx und UPS ging es daraufhin vorbörslich kräftig abwärts.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab