US-Börsen zur Eröffnung in der Verlustzone erwartet

New York (APA/dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte dürften zur Wochenmitte den asiatischen und europäischen Börsen in die Minuszone folgen. Händlern zufolge fürchten immer mehr Anleger eine Ansteckungsgefahr der aktuellen Finanzkrisen in den Schwellenländern. Das Marktinteresse richtet sich zudem auf mögliche Ergebnisse der Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart 0,36 Prozent tiefer bei 25.860 Punkten, nachdem der Leitindex am Vortag mit einem knappen Minus geendet hatte.

"Die Türkei und Argentinien kämpfen mit einer Währungskrise, während sich Südafrikas Wirtschaft nun offiziell in einer Rezession befindet", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Auf dem Börsenparkett herrsche die Sorge, dass sich die Krisen auf weitere Länder ausweiten, was einen spürbaren Effekt auf amerikanische Aktien hätte. Zudem gehe wegen der bevorstehenden US-Zinserhöhung und des fortgesetzten Handelsstreits die Risikoneigung der Investoren spürbar zurück.

Bereits vor Börseneröffnung wurden neue US-Konjunkturdaten veröffentlicht. So ist das Defizit in der US-Handelsbilanz im Juli zum Vormonat insgesamt um 4,4 auf 50,1 Milliarden Dollar gestiegen. Dies ist der höchste Anstieg in einem Monat seit dem Jahr 2015. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit einem noch etwas höheren Defizit gerechnet. Die Exporte fielen um 1,0 Prozent, während die Importe um 0,9 Prozent zulegten.

Unter den Einzelwerten dürften Amazon-Aktien erneut im Anlegerfokus stehen, nachdem der Online-Händler am Dienstag erstmals einen Börsenwert von 1 Billion US-Dollar erreicht hatte. Mit einem Kursanstieg von in der Spitze knapp 2 Prozent auf 2.050,50 US-Dollar wurde diese magische Zahl am Dienstag erstmals übertroffen. Dem Computerkonzern Apple war der Sprung über die Billionen-Schwelle bereits Anfang August gelungen. Im vorbörslichen Handel zeigten sich die Amazon-Papiere aber nur wenig bewegt und notierten zuletzt 0,1 Prozent tiefer.

Nike-Aktien könnten am Mittwoch ebenfalls einen Blick wert sein, nachdem sie am Vortag um mehr als 3 Prozent abgesackt waren. Der Sportartikel- und Lifestyle-Konzern hatte am Vortag bekanntgegeben, den früheren Football-Quarterback Colin Kaepernick für seine neue Werbekampagne engagiert zu haben. Der Sportstar hatte im August 2016 eine Protestwelle von NFL-Profis ausgelöst, die mit ihrem Kniefall während der Nationalhymne gegen Polizeibrutalität und Rassismus demonstrieren wollen. US-Präsident Donald Trump kritisierte die Werbeaktion von Nike mit Kaepernick als "furchtbare Botschaft".

Die Anteilsscheine von Huntsman fielen vorbörslich um 1,3 Prozent. Der Chemiekonzern hatte seine Geschäftsziele für das dritte Quartal bestätigt. Offenbar hatten sich einige Anleger einen besseren Ausblick erhofft.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro