US-Börsen mit moderaten Verlusten im Frühhandel

New York - Die US-Börsen haben am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn zaghaft im Minus tendiert. Gegen 16.00 Uhr gab der Dow Jones Industrial Index moderat um 12,08 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 17.937,51 Zähler ab. Der S&P-500 Index fiel unwesentlich um 0,51 Punkte oder 0,02 Prozent auf 2.096,78 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verlor leicht um 2,98 Punkte oder 0,06 Prozent auf 5.011,13 Einheiten.

Erfreuliche Immobiliendaten unterstützen an der Wall Street nur wenig. Die Märkte hätten in den vergangenen Wochen und Monaten einen Aufwärtsschub hingelegt und müssten nun erst einmal durchatmen, sagte ein Börsianer. In den USA sind die Hauspreise im Februar stärker als erwartet gestiegen. Zum Vormonat seien die Preise um 0,7 Prozent geklettert, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) in New York mit. Volkswirte hatten einen geringeren Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.

Auf Unternehmensebene rückten mehrere Zahlen großer US-Konzerne in den Fokus. McDonalds-Papiere legten nach schwachen Zahlen und optimistischen Zukunftsaussagen deutlich um 3,24 Prozent zu. Der Gewinn des weltgrößten Fast-Food-Konzerns fiel im ersten Quartal um etwa ein Drittel zum Vorjahreszeitraum auf 811,5 Mio. Dollar. Vorstandschef Steve Easterbrook versprach Verbesserungen. Das Management werde sich von nun an voll darauf konzentrieren, den veränderten Vorlieben der Verbraucher gerecht zu werden. Am 4. Mai will Easterbrook Details eines Plans vorstellen, der die Trendwende bringen soll.

Coca-Cola-Anteilsscheine reagierten auf positive Zahlen mit plus 1,56 Prozent. Der Softdrink-Riese ist trotz Dollar-Stärke besser in das neue Geschäftsjahr gestartet als erwartet. Der Umsatz stieg nicht zuletzt dank Preiserhöhungen um 1 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Damit lag der Konzern über den Marktschätzungen.

Obwohl der Boeing-Konzern im ersten Quartal insgesamt besser abschnitt als von Analysten erwartet, gab die Aktie des Flugzeugbauers um 1,66 Prozent nach. Glänzende Geschäfte mit Passagier- und Frachtmaschinen haben Boeing im ersten Quartal beflügelt. Unter dem Strich verdiente der Airbus-Rivale aus den USA gut 1,3 Milliarden US-Dollar und damit 38 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Aussichten für 2015 seien weiter positiv, sagte zudem Unternehmenschef Jim McNerney.

Yahoo-Titel ermäßigten sich um 0,44 Prozent. Der US-Internetkonzern verzeichnete einen Gewinneinbruch zum Vorjahreszeitraum von 93 Prozent auf 21 Millionen Dollar. Großaktionäre wie der Hedgefonds Starboard Value wollen, dass die Konzernkasse durch die Abspaltung von Unternehmensteilen gefüllt und das Geld dann an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Dabei haben sie vor allem die 35,5-prozentige und mehr als 8 Milliarden Dollar wertvolle Beteiligung an Yahoo Japan im Auge.

Amgen kletterten um 0,84 Prozent. Der US-Biotechkonzern ist nach einem überraschend gut verlaufenen ersten Quartal zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde 2015 bei 9,35 bis 9,65 US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen mit. Beim Umsatz peilt Amgen 20,9 bis 21,3 Milliarden Dollar an. Analysten hatten bisher mit 9,31 Dollar beziehungsweise 21 Milliarden Dollar gerechnet.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma