US-Börsen zur Eröffnung mit Gewinnen

Die US-Börsen haben am Dienstag kurz nach Handelsbeginn mit Gewinnen tendiert. Gegen 15.50 Uhr stieg der Dow Jones Industrial Index um 65,88 Einheiten oder 0,41 Prozent auf 16.053,96 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 5,79 Punkte oder 0,31 Prozent auf 1.886,08 Zähler. Der Nasdaq Composite Index legte 14,68 Punkte oder 0,33 Prozent auf 4.503,09 Einheiten zu.

Noch deutlicher Gewinne direkt nach Börsenstart schmolzen am ersten Handelstag der Woche allerdings wieder teilweise ab. Am Vortag waren die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen geblieben. Neben Daten aus China, die Sorgen über eine "harte Landung" der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft milderten, beflügelten gute heimische Unternehmensnachrichten die Stimmung.

Das Wachstum in China ist im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gefallen. Es lag damit am unteren Ende der Vorgabe der Regierung in Peking von "rund 7 Prozent". Dennoch hält Präsident Xi Jinping die langfristigen Grundlagen der chinesischen Wirtschaft für tragfähig. Experten zufolge steht das Land besser da als zuletzt immer wieder befürchtet.

In den USA bleibt es von Konjunkturdatenseite weitgehend ruhig. Nur einer weniger beachteter Immobilienindikator steht auf der Agenda.

Die Berichtssaison ist indessen an der Wall Street voll im Gange. Vor allem Besitzer amerikanischer Bankenaktien können sich auf deutliche Kursgewinne freuen. Für Morgan Stanley ging es 1,77 Prozent hoch, nachdem das Institut für 2015 mit einem Gewinnsprung positiv überrascht hatte. Die Papiere profitierten von einem guten Geschäft in der Vermögensverwaltung, geringeren Strafzahlungen für teure Rechtsstreitigkeiten und gesunkenen Kosten.

Auch Konkurrent Bank of America konnte den Jahresgewinn deutlich erhöhen. Die Aktien waren klar fester in den Handel gestartet, aktuell reduzierten sich die Gewinne aber auf 0,48 Prozent.

Dass Johnson & Johnson Stellen im Medizintechnik-Geschäft abbauen und Kosten einsparen will, ließ die Anteilsscheine um 0,76 Prozent steigen. Seine nach dem Verkauf der Medizintechnik-Tochter Cordis angehobenen Jahresziele bestätigte der Pharma- und Konsumgüterkonzern.

Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth schloss das Jahr 2015 trotz verlustreicher Geschäfte mit den neuen Obamacare-Verträgen mit einem Gewinnplus ab. Der Überschuss wuchs um 3,5 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar - damit blieb UnitedHealth etwas über der im November gekappten Prognose. Die Ziele für 2016 bestätigte das Unternehmen. Die Aktien führten den Dow Jones mit plus 2,94 Prozent an.

Bei der Fluggesellschaft Delta Air Lines sorgte die Zahlenvorlage für Kursgewinne von 2,74 Prozent. Ihr waren im vierten Quartal die wegen schwacher Ölpreise deutlich gesunkenen Treibstoffkosten zugutegekommen.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort