US-Börsen zur Eröffnung etwas schwächer erwartet

New York - Nur gemischt ausgefallene Bilanzen und die Unsicherheit vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürften am Mittwoch auf den US-Börsen lasten. Die EZB berät am Donnerstag über die weitere Geldpolitik und dürfte der allgemeinen Markterwartung zufolge die Einführung eines europäischen Staatsanleihekaufprogrammes beschließen. Aktuelle Daten vom US-Immobilienmarkt bewegten vorbörslich kaum.

Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart sank der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial um 0,38 Prozent. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq-100 verlor 0,21 Prozent.

Im Dow dürften nach vorgelegten Geschäftszahlen vor allem die Aktien der UnitedHealth Group und von IBM im Fokus stehen. Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth bekräftigte nach einem kräftigen Umsatzsprung im abgelaufenen Jahr seine Prognosen für 2015. Die Papiere gewannen vorbörslich etwas mehr als ein Prozent. Dagegen schlug der groß angelegte Konzernumbau beim Computer-Riesen IBM aufs Geschäft durch. Der Umsatz fiel im Schlussquartal des vergangenen Jahres und auch der Quartalsgewinn sank, was der Aktie ein vorbörsliches Minus von etwas mehr als zwei Prozent einbrockte.

Ebenfalls mit Enttäuschung dürften die Zahlen des Chipherstellers AMD aufgenommen werden. AMD konnte im Weihnachtsquartal nicht von dem starken Geschäft mit Spielekonsolen profitieren. Der Umsatz brach ein und ein massiver Verlust sammelte sich an. Die Titel büßten vor dem Börsenstart knapp eineinhalb Prozent ein. Qualcomm litten mit minus drei Prozent darunter, dass Samsung angeblich keine Qualcomm-Chips in das neue Handy Galaxy S einbauen will. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Kreisen berichtete, will Samsung eigene Chips verbauen.

Cree-Papiere sprangen vorbörslich um knapp sechs Prozent nach oben. Nach den jüngsten Enttäuschungen seien die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal solide ausgefallen und auch der Ausblick auf das dritte Quartal habe beruhigt, sagte ein Experte.

Um beeindruckende 18 Prozent ging es vorbörslich für Netflix-Titel nach oben. Dank der breit angelegten Expansion in Europa ist der Videodienst schnell gewachsen. Im Schlussquartal 2014 gewann der Streaming-Service 2,43 Millionen neue Kunden außerhalb der USA und übertraf damit deutlich die Erwartungen des Marktes. Mit weiteren 1,9 Millionen neuen Nutzern im Heimatmarkt kam Netflix zuletzt auf 57,4 Millionen Kunden.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro