US-Börsen drehen im Verlauf in den roten Bereich

New York (APA) - Nach einem freundlichen Frühhandel haben die US-Börsen am Dienstag im Handelsverlauf in die Verlustzone gedreht. Gegen 18.50 Uhr notierte der Dow Jones um 34,13 Zähler oder 0,14 Prozent tiefer bei 23.514,29 Punkten.

Der S&P-500 Index verlor 2,97 Punkte oder 0,11 Prozent auf 2.588,16 Zähler. Auch der Nasdaq Composite Index fiel um 21,94 Zähler oder 0,32 Prozent auf 6.764,49 Einheiten. Zuvor konnten die Indizes noch jeweils neue Rekordmarken knacken.

Wichtige Impulse blieben sowohl von Konjunktur- als auch von Unternehmensseite Mangelware. Die Berichtssaison neigt sich in den USA bereits dem Ende zu. Die Anleger richteten ihre Blicke daher eher auf politische Meldungen. So hat sich US-Präsident Donald Trump im Zuge seiner Asien-Reise etwas optimistischer zum Nordkorea-Konflikt geäußert. Er sehe Fortschritt und gewisse Bewegungen, sagte Trump in Seoul. Gleichzeitig rief das nordkoreanische Regime auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und einen "Deal" zu machen.

Im weiteren Handelsverlauf steht noch eine Rede von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen auf der Agenda. Am Markt erwartet man, dass die Federal Reserve im Dezember ihre nächste Zinserhöhung vornehmen wird. Yellen selbst ist nur mehr bis Februar im Amt, danach wird ihr der jetzige Fed-Direktor Jerome Powell nachfolgen.

Jüngst zu Wort gemeldet hat sich zudem der Chef der Fed von San Francisco, John Williams. Dieser sprach sich für mehr Flexibilität bei der Geldpolitik der US-Notenbank aus. Demnach sollte die Inflationsrate auch über dem aktuellen Ziel von zwei Prozent liegen dürfen, wenn sie davor längere Zeit unter dem angepeilten Level gelegen ist.

Unter den Einzelwerten gaben ExxonMobil 0,67 Prozent ab. Die britische Großbank HSBC hat ihre Aktienempfehlung ihr Kursziel für den Ölkonzern gesenkt. Gegenüber dem engsten Wettbewerber Shell sei ExxonMobil viel zu hoch bewertet, schrieb der Analyst Gordon Gray in einer Branchenstudie. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat seine Einschätzung für die Exxon-Aktien indessen mit "Neutral" und einem Kursziel von 86 Dollar bekräftigt.

Zudem litten Verizon-Aktien weiterhin unter der geplatzten Fusion in der Telekombranche und verloren 0,81 Prozent. Bereits zum Wochenstart hatten die Papiere vier Prozent eingebüßt, nachdem die Verhandlungen über einen Zusammenschluss zwischen dem US-Mobilfunkbetreiber Sprint und der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US für gescheitert erklärt worden waren. Verizon und der Rivale AT&T bleiben damit zwar die Platzhirsche auf dem US-Mobilfunkmarkt, der Wettbewerb dürfte sich nun aber weiter zum Nachteil von Verizon intensivieren.

Daneben rückten die Papiere von Tripadvisor in den Fokus. Diese stürzten nach der Vorlage von Zahlen um rund 20 Prozent ab. Der Umsatz der Touristikwebsite lag im dritten Quartal unter der durchschnittlichen Prognose von Analysten. Zudem rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr nicht mit einem beschleunigten Wachstum des Umsatzes.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia