US-Arbeitsmarkt enttäuschte - Zinswende in Gefahr

Washington - Schwerer Schlag für die lang erwartete Zinswende in den USA: Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im September die Markterwartungen weit verfehlt. Mit 142.000 Stellen lag der Jobaufbau deutlich unter dem erwarteten Zuwachs von 201.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau für die Vormonate Juli und August um insgesamt 59.000 Stellen nach unten gesetzt. An den Finanzmärkten geriet der US-Dollar stark unter Druck. Die Arbeitslosenquote verharrte zwar auf ihrem siebenjährigen Tiefstand von 5,1 Prozent.

Die US-Notenbank Fed knüpft ihre Geldpolitik eng an die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Sie will die Zinswende erst wagen, wenn sich die Lage weiter bessert. Insoweit kann der Arbeitsmarktbericht als schwerer Schlag gegen die noch für dieses Jahr erwartete Zinswende gesehen werden. "Der schwache Arbeitsmarktbericht legt nahe, dass die Fed die Zinswende verschieben wird", kommentierte das Analysehaus Capital Economics.

Der US-Dollar geriet nach Bekanntwerden der Zahlen auf breiter Front unter erheblichen Druck. Im Gegenzug stieg der Euro innerhalb weniger Minuten um eineinhalb Cent auf gut 1,13 Dollar. Die Stimmung an den Aktienmärkten in Europa und den USA trübte sich deutlich ein.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück