US-Arbeitslosenquote: Bester Stand seit Juli 2008

(Reuters) - Die Lage am US-Arbeitsmarkt verbessert sich immer mehr. Insgesamt wurden im Oktober 214.000 neue Jobs geschaffen, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten zwar mit einem Zuwachs von 231.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank allerdings um einen Tick auf 5,8 Prozent und damit den tiefsten Stand seit Juli 2008. Die Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt würden zusehends besser ausgenutzt, sagte der US-Zentralbanker Charles Evans. Die Notenbank hatte vorigen Monat ihre milliardenschweren Konjunkturhilfen eingestellt, weil die US-Wirtschaft wieder brummt und die Unternehmen einstellen.

Die Arbeitslosenquote ist allerdings noch nicht im Zielbereich der von der Federal Reserve angestrebten Vollbeschäftigung, die nahe der Fünf-Prozent-Marke beginnt. Zugleich ist der US-Zentralbank die relativ hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen und Teilzeitbeschäftigten ein Dorn im Auge. Außerdem geht der Aufschwung noch an vielen Amerikanern vorbei, da die Löhne stagnieren. Börsianer rechnen daher erst für Mitte nächsten Jahres mit einer Zinserhöhung. Seit der Finanzkrise 2008 liegen die Zinsen bei nahe null Prozent, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Allein im Servicesektor entstanden im Oktober 181.000 neue Jobs, am Bau dagegen nur 12.000. Auch der Staat schuf im Oktober 5000 Arbeitsplätze. Damit fiel das Plus aber weit niedriger aus als in den beiden Vormonaten, als es jeweils 12.000 neue Stellen waren.

Zugleich wurden die Arbeitsmarktdaten vom August und September im Nachhinein nach oben korrigiert, so dass unter dem Strich in diesen beiden Monaten 31.000 Jobs mehr entstanden als zunächst angenommen. "Damit dürfte auch die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen auf ihrem soliden Erholungskurs bleiben", sagte Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. US-Notenbanker Evans rechnet damit, dass die Wirtschaft in dem kommenden anderthalb Jahren mit einer Rate von rund drei Prozent wachsen wird.

Auf dem US-Arbeitsmarkt sind in den vergangenen neun Monaten stets mehr als 200.000 neue Stellen geschaffen worden. Damit dürfte genug Schubkraft entstehen, um die Wirtschaft unter Dampf zu halten. Im dritten Quartal hatte das Bruttoinlandsprodukt mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate um 3,5 Prozent zugelegt.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018