US-Anleiherendite kurz vor Durchbruch von Drei-Prozent-Marke

Frankfurt (APA/Reuters) - Spekulationen um anziehende Zinsen treiben die bei Anlegern viel beachtete Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen immer weiter nach oben. Am Montag erreichte sie mit 2,996 Prozent den höchsten Stand seit Anfang 2014 und war damit nur noch einen Hauch von der psychologisch wichtigen Marke von drei Prozent entfernt.

Die für die Eurozone richtungsweisende Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe folgte dem Trend, sie stieg auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 0,639 Prozent.

Ausgelöst wurden die jüngsten Zinserhöhungsfantasien durch den Anstieg der Ölpreise. "Jedes Mal, wenn man tanken geht, kostet Benzin wieder mehr und das bringt das Thema Inflation wieder auf den Tisch", sagte DZ-Bank-Analyst Rene Albrecht. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich vergangene Woche auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 74,75 Dollar (60,73 Euro) je Fass (159 Liter).

Währungshüter in den USA und der Eurozone schauen mit Argusaugen auf die Verbraucherpreise. Ziehen diese an, könnte es sie dazu bringen, die Zinsen zu erhöhen. Speziell in den USA rechnen einige Marktteilnehmer zufolge damit, dass die Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr deshalb noch drei Mal erhöht statt der in Aussicht gestellten zwei Mal.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne