Unruhe in deutscher Regierung nach EU-Einigung zu Pkw-Emissionen

Berlin (APA/AFP) - Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) wegen des EU-Kompromisses zur Senkung des CO2-Ausstoßes für Autos deutlich kritisiert. Schulze habe nur "halbherzig" verhandelt, sagte Scheuer der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe). Dadurch sei ein "schlechterer Wert" herausgekommen, als in der Regierung vereinbart.

Die EU-Umweltminister hatten am Dienstagabend nach hartem Ringen einen Kompromiss bei der Senkung des CO2-Ausstoßes für Autos und Lieferwagen erzielt. Dieser sieht vor, dass die Emissionen von Pkw bis 2030 um 35 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 gesenkt werden. Bei Lieferwagen sollen es 30 Prozent sein. Schulze akzeptierte letztlich einen Vorschlag der amtierenden Ratsvorsitzenden, Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

Deutschland hatte sich ursprünglich dafür ausgesprochen, die CO2-Emissionen für Autos und Lieferwagen nur um 30 Prozent zu senken. Umweltministerin Schulze machte vor den Verhandlungen mit ihren EU-Kollegen deutlich, dass sie das 30-Prozent-Ziel der Bundesregierung zwar vertrete, aber persönlich nicht für ausreichend halte.

Politiker von SPD und Grünen sowie Umweltschützer haben auch den EU-Kompromiss von 35 Prozent als ungenügend kritisiert. Dagegen gab es Kritik aus den Reihen der deutschen Autoindustrie, VW-Chef Herbert Diess warnte vor einem "Absturz" der gesamten Kfz-Industrie. Das EU-Parlament hatte eine Verringerung um 40 Prozent verlangt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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