Universal legt Rechtsstreit mit Musikern wegen Downloads bei

New York - Der weltgrößte Musikkonzern Universal hat einen jahrelangen Rechtsstreit über die Beteiligung von Künstlern an der Online-Vermarktung von Songs mit einem Vergleich beigelegt. Wie das Unternehmen am Dienstag (Ostzeit) mitteilte, erklärte sich Universal bereit, 11,5 Millionen Dollar (10,8 Millionen Euro) zusätzlich für die betroffenen Künstler bereitzustellen.

Außerdem werde die Beteiligung der Musiker am Online-Verkauf ihrer Songs als Downloads oder Klingelöne künftig um zehn Prozent erhöht.

Einige Musiker, darunter Chuck D von der Hip-Hop-Band Public Enemy, hatten Universal bereits 2011 wegen seiner Vergütungspraxis verklagt. Das Unternehmen stufte wie andere Musikkonzerne Musik-Downloads als "Verkäufe" ein, an deren Erlös die Künstler wie bei CDs oder Schallplatten in der Regel mit etwa 15 Prozent beteiligt sind. Die Kläger argumentierten aber, bei der Online-Vermarktung werde kein materielles Produkt hergestellt. Daher handele es sich um Lizenzen, von denen die Künstler wie üblich die Hälfte bekommen müssten.

Im Zuge der Einigung mit den Beschwerdeführern gab Universal seine Position nicht auf: "Auch wenn wir sicher sind, dass wir angemessene Beteiligungen an den digitalen Downloads bezahlt und den Vertragsbedingungen entsprochen haben, sind wir froh, diese Angelegenheit einvernehmlich beizulegen und weitere Rechtsstreitskosten zu vermeiden", erklärte das Unternehmen. Der Anwalt Len Simon sagte im Namen der Kläger, die Einigung sei "eine faire Beilegung dieses Streits".

Vor Universal hatten schon die Musikkonzerne Warner Music und Sony Music ähnliche Einigungen mit den Musikern erzielt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma