UNIQA verkauft Anteile an InsurTech-Start-up Inzmo wieder

Wien (APA) - Im Mai hat sich die UNIQA an dem estnischen Start-up Inzmo beteiligt, nun werden die Anteile wieder verkauft. Inzmo verlagere seine Geschäfte in die Schweiz, schreibt die österreichische Versicherung am Donnerstag in einer Aussendung als Begründung. Inzmo habe sich aber sehr gut entwickelt, UNIQA habe sich "aufgrund des attraktiven Angebots für den finanziellen Exit entschieden".

"Inzmo kann als Erfolgsmodell für eine Corporate-Start-up Partnerschaft gesehen werden", schreibt Andreas Nemeth, Head of UNIQA Ventures. Nicht nur sei der Wert gestiegen, sondern UNIQA habe auch "aus der Partnerschaft wichtige Erkenntnisse über den Online-Vertrieb gewonnen". Inzmo wiederum habe Österreich "als Tor nach Westeuropa genutzt". Neuer Investor und Kooperationspartner sei der Helvetia Venture Fund.

Zwar werden über die Inzmo App in Österreich ab sofort keine Versicherungen mehr verkauft, die bestehenden Kunden werde UNIQA aber weiter betreuen. UNIQA suche weiter gezielt nach Start-ups, die Rendite und einen strategischen Mehrwert erkennen lassen. Aktuell umfasse das Start-up-Portfolio neben "Twisto", einem tschechischen Anbieter für Online-Zahlungsmöglichkeiten auch "FINABRO", einen digitalen Berater für privates Sparen und langfristige Veranlagungen, "fragnebenan.at", eine Nachbarschaftsplattform, sowie "Fincompare", die führende deutsche Plattform im Bereich Finanzierungslösungen für mittelständische Unternehmen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma