UNIQA 2017 mit EGT-Plus und höherer Dividende

Wien (APA) - Der UNIQA-Versicherungskonzern hat voriges Jahr sein Ziel erreicht, das Vorsteuerergebnis gegenüber 2016 zu steigern - und möchte auch 2018 beim EGT weiter zulegen. Die Dividende wird erneut leicht erhöht - von 49 auf 51 Cent je Aktie - und soll auch in den kommenden Jahren kontinuierlich zulegen. Auch eine Verbesserung der Combined Ratio ist für heuer geplant.

2017 wuchs das Ergebnis vor Steuern (EGT) um 7,4 Prozent auf 242,2 Mio. Euro, wie der Konzern Mittwochfrüh bekannt gab. Die verrechneten Prämien (inklusive Sparanteile) wuchsen um 4,9 Prozent auf 5,293 Mrd. Euro - für die Zeit bis 2020 wird im Schnitt ein Prämienplus von etwa 2 Prozent pro Jahr erwartet, hieß es am Mittwoch im Ausblick. Die Kostenquote wurde 2017 von 26,6 auf 25 Prozent verbessert und die Combined Ratio (Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen) auf 97,5 (98,1) Prozent gesenkt. Die Combined Ratio solle in Zukunft nachhaltig auf unter 95 Prozent gesenkt werden, nimmt sich die UNIQA vor.

Das Kapitalanlageergebnis sank wegen des Niedrigzinsumfelds - und negativer Währungseffekte von rund 60 Mio. Euro - um 4,7 Prozent auf 560,9 Mio. Euro. Für 2018 wird beim Kapitalanlageergebnis mit keinem weiteren Rückgang gerechnet, da die Effekte des Niedrigzinsumfelds schon in den in den letzten Jahren gesunkenen Kapitalerträgen großteils reflektiert seien. Zudem sei der Rückgang 2017 durch das starke Plus des versicherungstechnischen Ergebnisses (+43,8 Prozent) überkompensiert worden.

Die in den verrechneten Prämien von 5,293 Mrd. Euro enthaltenen laufenden Prämien stiegen um 3,3 Prozent auf 5,039 Mrd. Euro. Die abgegrenzten Konzernprämien (samt Sparanteilen der Fonds- u nd Indexpolizzen) stiegen um 5,7 Prozent auf 5,104 Mrd. Euro. Das abgegrenzte Prämienvolumen im Eigenbehalt (nach IFRS) wuchs um 4,2 Prozent auf 4,628 Mrd. Euro.

Alle drei Sparten wuchsen 2017, wobei die verrechneten Einnahmen in Schaden/Unfall um 4,8 Prozent auf 2,640 Mrd. Euro zulegten, in der privaten Krankenversicherung um 3,8 Prozent auf 1,042 Mrd. Euro und in der Lebensversicherung (samt Fonds- und Index-Sparanteile) um 5,6 Prozent auf 1,612 Mrd. Euro, getrieben durch mehr Einmalerläge in Polen.

International wuchsen die verrechneten Prämien um 14,9 Prozent auf 1,609 Mrd. Euro, in Österreich um 0,7 Prozent auf 3,657 Mrd. Euro. Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen in Summe um 5,1 Prozent auf 3,559 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (abzüglich Rückversicherungs-Provisionen und -Gewinnanteile) sanken um 0,8 Prozent auf 1,276 Mrd. Euro, die Aufwendungen für den Versicherungsabschluss sanken um 1,6 Prozent auf 856 Mio. Euro.

Der Kapitalanlagebestand (samt als Finanzinvestment gehaltene Immobilien, equity-bilanzierte Finanzanlagen und sonstige Kapitalanlagen) ging im Gesamtjahr um 147 Mio. auf 19,878 Mrd. Euro zurück (nach 20,025 Mrd. Euro Ende 2016). Um 43,8 Prozent auf 106,2 Mio. Euro wuchs das versicherungstechnische Ergebnis. Das operative Ergebnis verringerte sich leicht um 5,8 Prozent auf 300,2 Mio. Euro.

Das den UNIQA-Aktionären zurechenbare Periodenergebnis (Konzernergebnis) erhöhte sich auf 161,4 (148,1) Mio. Euro; darin enthalten sind negative 33,1 Mio. Euro (nach Steuern) aufgrund der bekannten Einmalbelastung aus der Kaufpreisanpassung im Rahmen der erfolgten Veräußerung des Italien-Geschäfts. Das Ergebnis je Aktie stieg dadurch auf 0,53 (0,48) Euro.

Der Mitarbeiterstand der UNIQA Group erhöhte sich voriges Jahr leicht auf 12.969 (12.855).

Düsseldorf/Göteborg (APA/Reuters) - Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.
 

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Autobauer Volvo verlagert wegen US-Zöllen SUV-Produktion nach Europa

Brüssel (APA) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Veranstaltung über den Marshall-Plan die Bedeutung der Zusammenarbeit im Handel mit den USA beschworen. "Wir stehen heute an einer Wegkreuzung für den offenen globalen Handel." Sie hoffe, die USA werden mit der EU das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem wieder aufbauen.
 

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Strafzölle - Malmström beschwört Zusammenarbeit im Handel

Berlin (APA/Reuters) - Das Münchner Ifo-Institut kritisiert die neuen EU-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte als kontraproduktiv. "Sie richten mehr Schaden an als Nutzen", erklärte Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr am Donnerstag. "Die Schutzzölle sind keineswegs Ausdruck ökonomischer Vernunft, sondern der Lobbystärke der Stahlbranche."
 

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Ifo-Institut kritisiert EU-Schutzzölle - "Mehr Schaden als Nutzen"