Unilever mit Umsatzrückgang im ersten Quartal, Aktienrückkauf geplant

Rotterdam/London (APA/Reuters) - Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever bekommt ungünstige Wechselkurse zu spüren. Der Umsatz gab im ersten Quartal um 5,2 Prozent auf 12,6 Mrd. Euro nach, wie der Hersteller von Dove-Seife oder Ben & Jerry's-Eiscreme am Donnerstag mitteilte. Bereinigt stiegen die Erlöse um 3,7 Prozent und damit etwa so stark wie erwartet.

Allerdings konnte das Unternehmen die Preise nur wenig anheben. Das kam an der Börse nicht gut an: Die Aktien gaben 2,2 Prozent nach.

Zugleich kündigte Unilever einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu 6 Mrd. Euro an. Damit sollten Einnahmen aus dem Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen an den Finanzinvestor KKR an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Unilever will sich von Bereichen trennen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Im vergangenen Jahr hatte der Konsumgüterriese einen Übernahmeversuch von Kraft Heinz im Volumen von 143 Mrd. Dollar (aktuell rund 115 Mrd. Euro) abgewehrt.

Im Rahmen des Konzernumbaus will das drittgrößte britische Unternehmen zudem seine Unternehmenszentrale in London aufgeben und ganz nach Rotterdam umziehen. Finanzchef Graeme Pitkethly zeigte sich zuversichtlich, dass die Aktionäre diesem Schritt zustimmen werden. Eine Abstimmung ist im Laufe des Jahres geplant.

Hongkong/Washington (APA/AFP) - Die kritischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Notenbank Fed haben im asiatischen Börsenhandel den Dollar unter Druck gesetzt. Der japanische Yen legte am Dienstag gegenüber der US-Währung zu und stand bei einem Kurs von 109,9 zum Dollar. Auch der Euro und das britische Pfund profitierten ebenso wie die Währungen von Südkorea, Indonesien und Australien von Trumps Äußerungen.
 

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Trumps Äußerungen zur Fed setzen den Dollar unter Druck

Berlin (APA/AFP) - Mehrere energieintensive Branchen in Deutschland haben in einem gemeinsamen Positionspapier einen Ausgleich für steigende Stromkosten infolge des Kohleausstiegs gefordert. Das "Handelsblatt" zitierte am Dienstag aus einem Papier von Vertretern der Branchen Stahl, Metalle, Papier, Baustoffe, Glas und Chemie, die Ausgleichsmaßnahmen fordern.
 

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DE-Kohleausstieg - Energieintensive Branchen wollen Ausgleich

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in Ostdeutschland arbeiten weiterhin länger als im Westen - und verdienen weniger. Im vergangenen Jahr leisteten Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 1.279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1.346 Stunden, also 67 mehr. Wird Berlin dem Westen zugerechnet, sind es im Osten 75 Stunden mehr.
 

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Ostdeutsche arbeiten weiter länger als Westdeutsche