UniCredit und Societe Generale prüfen weiterhin Fusion - Zeitung

Mailand/Paris/Wien (APA/Reuters) - Die Bank Austria-Mutter UniCredit und die Societe Generale (SocGen) spielen einem italienischen Medienbericht zufolge weiterhin einen möglichen Zusammenschluss durch. Die größte italienische Bank arbeite dazu unter anderem mit einem hochrangigen Banker der Investmentbank Rothschild zusammen, berichtete die italienische Tageszeitung MF am Freitag ohne Angabe von Quellen.

UniCredit und Societe Generale lehnten eine Stellungnahme ab, von Rothschild war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Bereits im Juni hatte die "Financial Times" berichtet, UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier beschäftige sich bereits seit mehreren Monaten mit einem möglichen Zusammengehen mit SocGen. Wegen der turbulenten politischen Situation in Italien sei das Vorhaben aber auf die lange Bank geschoben worden.

Anfang August hatte Mustier auf die Frage nach möglichen Zukäufen gesagt, die Planung der Bank bis 2019 basiere auf organischem Wachstum. Der nächste Plan könnte aber auch externes Wachstum ins Auge fassen. "Europa braucht starke pan-europäische Banken und wir wollen ein pan-europäischer Gewinner sein", sagte Mustier bei einer Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen.

Mustier arbeitete von 1987 bis 2009 bei der SocGen. Seitdem der Franzose 2016 den Chefposten bei der UniCredit übernahm, wurde wiederholt über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Institute spekuliert. Dem Zeitungsbericht zufolge arbeitet UniCredit mit Daniel Bouton von Rothschild zusammen. Der langjährige Chef der Societe Generale hatte nach einem Handelsskandal 2008 erst seinen Chefposten geräumt und die Spitze des Verwaltungsrats übernommen. 2009 trat Bouton dann von allen Funktionen bei dem französischen Geldhaus zurück.

An der Börse sind UniCredit und SocGen jeweils rund 29 Mrd. Euro wert. Die UniCredit-Aktie notierte am Freitagnachmittag ein Prozent höher, während der europäische Bankenindex um 0,4 Prozent stieg. Die SocGen-Papiere gewannen 1,3 Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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