UniCredit trennt sich von faulen Krediten im Wert von 1,5 Mrd. Euro

Rom/Mailand (APA) - Die Bank-Austria-Mutter UniCredit will weitere Schritte zur Stärkung ihrer Kapitaldecke unternehmen und plant den Verkauf eines Portfolios notleidender Kredite im Wert von 1,5 Mrd. Euro, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Milano e Finanza" am Freitag. Fortgeschrittene Verhandlungen seien bereits mit der US-Beteiligungsgesellschaft Fortress im Gange.

Sollte der Verkauf des "Firenze" genannten Portfolios abgeschlossen werden, würde der Wert des Anteils fauler Kredite, von denen sich UniCredit im Laufe dieses Jahres getrennt hat, auf 20 Mrd. Euro steigen, berichtete das Blatt.

Fortress hatte von der UniCredit 2015 bereits deren Tochter "UniCredit Credit Management Bank" (UCCMB) erworben. Die in Verona beheimatete UCCMB verwaltet Firmen- und Verbraucherkredite im Volumen von mehr als 40 Mrd. Euro.

Italienische Banken bemühen sich stark um den Abbau ihrer faulen Kredite. UniCredit-Konkurrent Intesa San Paolo wartet bis zum 16. Oktober auf verbindliche Angebote für ein Paket notleidender Kredite im Wert von 1,35 Mrd. Euro. Auf der Shortlist der Interessenten stehen ein Konsortium aus den Fonds GWM und Pimco sowie ein Bündnis aus KKR und Coima. Im Rennen ist ein drittes Konsortium aus TPG, Starwood und Prelios. Intesa will Partner der Plattform bleiben.

Die vom Staat gerettete toskanische Krisenbank Monte Paschi di Siena (MPS) muss sich von notleidenden Krediten in Höhe von 26 Mrd. Euro trennen. Lange Zeit sei das Problem der Non Performing Loans (NPL) unterschätzt und dann zu spät in Angriff genommen worden, meinen Experten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte