UniCredit steigerte Gewinn - Konzernumbau zeigt Ergebnisse

Mailand/Wien (APA) - Die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit erntet heuer die Früchte ihres tiefgreifenden Konzernumbaus, der auch einen harten Sparkurs umfasst. Die ersten drei Quartale 2017 hat UniCredit mit einer massiven Steigerung des Nettogewinns von 1,76 auf 4,67 Mrd. Euro abgeschlossen. Für den Gewinnsprung war unter anderem der milliardenschwere Verkauf der Fondstochter Pioneer verantwortlich.

Die Erträge sanken um 2,7 Prozent auf 14,77 Mrd. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016. Die operativen Kosten reduzierten sich zugleich um 3,8 Prozent auf 8,557 Mrd. Euro.

Die Kernkapitalquote lag bei 13,8 Prozent im dritten Quartal, was hauptsächlich dem Verkauf der Fondstochter Pioneer zuzuschreiben war. Der bereinigte Gewinn im dritten Quartal kletterte um 87 Prozent auf 838 Mio. Euro. UniCredit hatte wesentliche Bilanzzahlen bereits im Oktober, zwei Wochen früher als geplant, bekanntgegeben, weil einige Zahlen bereits irrtümlich in einer Investorenpräsentation enthalten waren.

Vorstandschef Jean-Pierre Mustier betonte am Donnerstag, dass der Entwicklungsplan der Bank konkrete Ergebnisse zeige. 59 Prozent der Filialen, die dem Plan zufolge geschlossen werden müssen, sind bereits weg. Die Kosten dürften bis Jahresende auf unter 11,7 Mrd. Euro sinken. Der Franzose hat der Bank nach seinem Amtsantritt im Sommer vergangenen Jahres einen harten Sparkurs verordnet, dem bis 2019 insgesamt 14.000 Stellen zum Opfer fallen. Mit einer 13 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung - der größten in der Wirtschaftsgeschichte Italiens - hat Mustier die Löcher in der Bilanz gestopft.

"Der Motor läuft sehr gut", versicherte Mustier bei einem Briefing mit Medienvertretern in Mailand. Für das Jahr 2017 werde es eine Bardividende geben, wurde heute bekräftigt. Bereits im Sommer hat der Konzern angekündigt, erstmals seit fünf Jahren eine Dividende auszuschütten.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte