UniCredit will eine 1 Milliarde in Banken-Fonds einzahlen

Mailand - Die Bank Austria-Mutter UniCredit beteiligt sich mit bis zu einer Milliarde Euro am Stützungsfonds Atlante, der Italiens Bankensystem stabilisieren soll. Der Anteil der Bank-Austria-Mutter soll bis zu 20 Prozent entsprechen, teilte UniCredit-Chef Federico Ghizzoni mit.

Die Bank werde sich fünf Jahre lang am Fonds beteiligen. Eine Verlängerung der Atlante-Beteiligung um weitere drei Jahre müsse Jahr für Jahr bestätigt werden. "Unsere Absicht ist, die vorgesehenen fünf Jahren zu bleiben", berichtete Ghizzoni.

Geführt wird der mit bis zu sechs Milliarden Euro dotierte Fonds vom Fondsmanager Quaestio. Aufgabe des Fonds ist es, Banken faule Kredite abzunehmen bzw. sich an Kapitalerhöhungen der Banken zu beteiligen. Das Geld dafür kommt von italienischen Finanzinstituten. So stellt Intesa Sanpaolo eine Milliarden Euro zur Verfügung. Eine weitere Milliarde steuern andere Geldhäuser des Landes bei. Die staatliche Förderbank CDP wird rund 600 Millionen Euro lockermachen.

Der Fonds muss von privaten Investoren getragen werden, weil die EU staatliche Beihilfen verbietet. Um das riskante Geschäft attraktiver zu machen, dürften die Geldgeber von Steuererleichterungen profitieren. "Das ganze Bankensystem kann von dem neuen Fonds profitieren. Er ist eine Antwort auf die Forderungen nach Stabilität, die die Finanzmärkte an das italienische Bankensystem gestellt haben", kommentierte Ghizzoni.

Italiens Banken sitzen auf faulen Krediten im Volumen von 360 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Drittel aller vom Ausfall bedrohten Darlehen in Europa. Monte Paschi di Siena, die drittgrößte Bank des Landes, ächzt allein unter faulen Krediten in der Höhe von 50 Milliarden Euro.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden