UniCredit-CEE-Chef: Gute Aussichten für Zentral- und Osteuropa

Wien/Mailand (APA) - Der CEE-Chef der Bank Austria-Mutter UniCredit, Carlo Vivaldi, sieht gute Voraussetzungen für ein weiter anhaltendes Wirtschaftswachstum in den Ländern Zentral- und Osteuropas. In fast jedem dieser Länder sollten die Volkswirtschaften 2018 und 2019 über 3 Prozent wachsen, sagte Vivaldi am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien anlässlich des Euromoney CEE-Forums

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Das zweite Jahr in Folge sei der Bankensektor 2017 in allen CEE-Ländern profitabel gewesen, führte Vivaldi aus. 2017 sei für die meisten CEE-Länder das beste Jahr seit 2010 gewesen, mit den höchsten Wachstumsraten. Diese Wachstumsraten dürften sich 2018 und 2019 allerdings verringern.

Die Kreditvergabe dürfte sich in jenen Ländern mit den stärksten Wachstumsraten etwas verlangsamen, etwa in Tschechien, Slowakei, Rumänien und der Türkei. In den anderen Ländern dürfte sie sich dagegen beschleunigen, etwa in Kroatien, Slowenien und Serbien, so laut Vivaldi das Ergebnis der aktuellen UniCredit CEE-Bankenstudie. In den restlichen Ländern dürfte die Kreditvergabe unverändert bleiben.

Eine der herausstechendsten Entwicklungen in den vergangenen drei Jahren sei der Rückgang der notleidenden Kredite gewesen. Diese Entwicklung sollte anhalten. Die Entstehung neuer notleidender Kredite sollte zudem durch bessere Risikomodelle verringert werden.

Die Profitabilität der in der Region tätigen Banken dürfte unverändert hoch bleiben und mit 1,3 Prozent return on total assets über dem Wert von 0,4 Prozent der westeuropäischen Banken liegen.

Ein Treiber für das Wachstum in CEE werden die in die Region fließenden EU-Mittel sein, so Vivaldi. Diese würden 1,5 bis 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen.

Chancen ergeben sich für das digitale Banking, nicht zuletzt aufgrund der bereits hohen Digitalisierungsdichte in der Region.

Das Nettovermögen der Haushalte in der CEE-Region habe sich seit 2006 verdoppelt. Private Banking Produkte dürften trotz der noch bestehenden Wohlstandsdifferenz zu den hochentwickelten Volkswirtschaften in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Leiden könnte die Profitabilität in einigen CEE-Ländern jedoch unter dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, regulatorischem Gegenwind und neuen Gesetzen. Fraglich sei der Ausblick für die Türkei und die weitere Entwicklung in Russland.

CEE biete aufgrund des steigenden Wohlstandes einige spezielle Geschäftsmöglichkeiten, führte Mauro Giorgio Marrano, CEE-Chefanalyst der UniCredit, aus. Auch der Bedarf an Beratungsleistungen, Spar- und Anlageprodukten steige.

Managua (APA/dpa) - Wegen der politischen Krise liegt der Tourismus Nicaraguas am Boden. Rund 60.000 Menschen hätten seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen im April ihre Arbeit in der Branche verloren, teilte die Tourismus-Kammer des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag mit. Damit sei gut die Hälfte aller Arbeitsstellen der Branche weggefallen.
 

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Krise in Nicaragua kostet Zehntausende Jobs in der Tourismus-Branche

München (APA/AFP) - Deutschland will in dieser Legislaturperiode fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen. Das kündigte Justizministerin Katarina Barley (SPD) vor dem Wohngipfel am Freitag im Kanzleramt in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk an.
 

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Deutschland will fünf Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau geben

San Francisco (APA/dpa) - Während des Oktoberfests vermieten mehr als 4200 Münchner ihre Wohnung oder ein Zimmer über das Vermittlungsportal Airbnb. Mehr als 37.000 Menschen aus rund 100 Ländern kommen bei den privaten Gastgebern während der 16 Festtage unter, wie der Internetanbieter mitteilte. 20 Prozent der Vermieter stellen ihr Zuhause zum ersten Mal für Touristen zur Verfügung.
 

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Airbnb: Mehr als 4200 Münchner vermieten Unterkunft zum Oktoberfest