Ungewissheit bei Cewe wegen höherer Umsatzsteuer auf Fotobücher

Eine höhere Umsatzsteuer auf Fotobücher sorgt bei Cewe für Unsicherheit. Der Fotokonzern aus Oldenburg setzt zwar darauf, dass die jüngste Erhöhung der Abgabe auf die für Cewe besonders ertragreichen Alben von sieben auf 19 Prozent wieder zurückgenommen oder durch eine Übergangsregelung abgefedert wird. Schließlich gehe die Anhebung auf einen im internationalen Vergleich üppigen Steuersatz allein darauf zurück, dass die EU Fotobücher in einen neuen Zolltarif eingeordnet habe, erklärten die Niedersachen am Mittwoch. Doch wenn die höhere Steuer tatsächlich sofort wirksam würde und Cewe die Last allein zu tragen hätte, könnte dies das Geschäft spürbar bremsen.

Die Einbußen beim operativen Gewinn (Ebit) könnten sich maximal auf einen "hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag" belaufen, erklärte der SDax -Konzern. Bei einer Übergangsfrist könnte es 2016 aber auch keinerlei Belastung geben, hieß es vom Unternehmen. Zudem sei noch unklar, ob Cewe die Erhöhung allein schultern müsse oder ob sich Handelspartner daran beteiligten. Bei unveränderter Umsatzsteuer von sieben Prozent peilt Cewe für 2016 ein Ebit von 38 bis 44 Millionen Euro an nach 36,8 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Beim Umsatz stellt sich Cewe mit einem Ziel von 555 bis 575 Millionen Euro auf langsameres Wachstum ein: Im Vergleich zum Vorjahreswert von 554,2 Millionen Euro entspricht dies einem Plus von höchstens 3,8 Prozent. 2015 konnte Cewe den Umsatz um 5,8 Prozent steigern und übertraf damit sein Ziel deutlich.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma