Ungarisches AKW Paks: Grenzüberschreitendes UVP-Verfahren begonnen

Wien - Das grenzüberschreitende UVP-Verfahren in Österreich für den Ausbau des ungarischen Atomkraftwerks Paks ist begonnen worden. Das geht aus einer Kundmachung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" (Dienstagausgabe) hervor. Die öffentliche Erörterung des Vorhabens soll am 23. September im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien stattfinden.

Die Umweltverträglichkeitsstudie für die Erweiterung des 120 km südlich von Budapest liegenden Kraftwerks liegt in englischer Sprache an den Ämtern der Landesregierungen auf und kann dort bzw. im Internet bis 23. September eingesehen werden.

Ein Ausbau des mittlerweile 30-jährigen Kraftwerks ist schon länger in Planung. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hatte im Jänner 2014 in Moskau überraschend ein Abkommen über den Bau von zwei weiteren Reaktorblöcken für das AKW Paks durch die staatliche russische Atomunternehmen Rosatom unterzeichnet. Die Vereinbarung, die ohne Ausschreibung und öffentliche Konsultation zustande gekommen war, hatte im In- und Ausland für viel Kritik gesorgt.

Man warf der ungarischen Regierung insbesondere vor, sich von Russland weiter abhängig zu machen. Die EU-Atomagentur Euratom hatte vor allem die langfristige Abhängigkeit von russischen Brennstofflieferungen kritisiert, gab aber letztlich nach Angaben von Rosatom-Chef Sergej Kirijenko die erforderlichen Genehmigungen. Die Bauarbeiten sollen nach Medienberichten 2018 beginnen.

Das Atomkraftwerk Paks ist zwischen 1982 und 1987 in Betrieb genommen worden und beherbergt derzeit vier Druckwasserreaktoren vom sowjetischen Typ WWER-440, deren Leistung später auf 500 Megawatt erhöht wurde. Die Laufzeit des Kraftwerks ist in den vergangenen Jahren von 30 auf 50 Jahre verlängert worden. Das AKW an der Donau liefert derzeit rund 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs. 2003 trat im AKW bei der Reinigung von Brennstäben radioaktives Gas aus, was als "Ernster Störfall" (Rang 3 auf der siebenstufigen INES-Skala) qualifiziert wurde.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia