Unfaire Löhne gefährden auf Dauer die Gesundheit von Frauen

Berlin (APA/AFP) - Unfaire Löhne gefährden auf Dauer die Gesundheit von Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, das dafür Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) ausgewertet hat.

Frauen, die ihr Einkommen über einen längeren Zeitraum als ungerecht empfinden, haben demnach ein stark erhöhtes Risiko für Stresserkrankungen wie zum Beispiel Depressionen, Diabetes mellitus oder Herzprobleme. Bei Männern, die sich unfair entlohnt fühlen, ist dieses Risiko hingegen geringer.

"Das größte Risiko, an einer stress-assoziierten Krankheit zu erkranken, besteht für Frauen, die in Vollzeit arbeiten und sich dauerhaft ungerecht entlohnt fühlen", erklärte die Sozialwissenschaftlerin Claudia Boscher, eine der Autorinnen.

Selbst wenn diese Frauen ihr Einkommen im Laufe der Befragung nur einmal als ungerecht bewerteten, war die Wahrscheinlichkeit, dass bei ihnen später eine Stresskrankheit diagnostiziert wurde, demnach "signifikant" höher als bei Frauen, die ihr Einkommen dauerhaft als gerecht empfanden.

Für die Studie wurden die Daten von mehr als 5.600 Erwerbstätigen ausgewertet, die zwischen 2005 und 2013 für das Sozio-oekonomische Panel immer wieder befragt wurden. Sie machten unter anderem seit 2005 alle zwei Jahre Angaben darüber, welche Einkommenshöhe sie als gerecht einschätzen. Seit 2009 wurden sie auch gefragt, ob ein Arzt eine Stresserkrankung festgestellt habe. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Das Gesundheitswesen" veröffentlicht.

Peking (APA/dpa) - Im Handelsstreit mit China bereiten die USA Medienberichten zufolge weitere Strafmaßnahmen vor. Nachdem das Weiße Haus bisher vor allem mit Zöllen auf chinesische Waren drohte, könnten bei Übernahmen von US-Firmen Einschränkungen für chinesische Käufer folgen.
 

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Saarbrücken (APA/dpa) - Das Saarland bringt sich als Fabrik-Standort für den Elektroauto-Hersteller Tesla ins Gespräch. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) haben am Montag in einem gemeinsamen Brief an Firmenchef Elon Musk für ihr Bundesland geworben, wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte.
 

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Buenos Aires (APA/dpa) - Ein Generalstreik hat Argentinien weitgehend lahmgelegt. Öffentliche Transportmittel standen am Montagmorgen still, Airlines hatten ihre Flüge gestrichen, auch Industrie und Handel ruhten größtenteils. Zu dem 24-stündigen Ausstand, der sich gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri richtet, hatte der Gewerkschaftsdachverband CGT aufgerufen.
 

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