Unerwarteter Rückschlag auf Frankreichs Jobmarkt

Paris (APA/Reuters) - Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist im ersten Quartal überraschend gestiegen und hat damit auch Präsident Emmanuel Macron einen Dämpfer beschert. Die Quote kletterte im Vergleich zum Vorquartal von 9,0 auf 9,2 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hingegen hatten mit einem Rückgang auf 8,8 Prozent gerechnet. Auch von der Privatwirtschaft kamen gemischte Signale.

Wie aus einer Umfrage des IHS-Markit-Instituts hervorgeht, war das Wachstum bei Industrie und Dienstleistern im Mai so schwach wie seit Anfang 2017 nicht mehr. "Die Frage ist jetzt, ob Frankreich und auch Europa im zweiten Quartal wieder zum besseren Trend zurückkommen oder ob sich bestätigt, dass eine Verlangsamung unterwegs ist", sagte Lorne Baring vom Finanzdienstleister B Capital SA.

Macron war vor rund einem Jahr gewählt worden und wollte vor allem die hohe Arbeitslosigkeit senken und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wieder ankurbeln.

Die französische Wirtschaft kommt nach langer Flaute zwar insgesamt wieder besser in Schwung. Die EU-Kommission erwartet 2018 ein Wachstum von 2,0 Prozent, nach 1,8 Prozent 2017. Aber die Konjunktur zog Anfang 2018 nur mit 0,3 Prozent an - damit hat sich das Wachstum mehr als halbiert.

Beim Defizitabbau kommt die Regierung in Paris allerdings gut voran. Die Neuverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftskraft lag 2017 bei 2,6 Prozent und damit erstmals seit Jahren unter der erlaubten Obergrenze von 3,0 Prozent.

Die EU-Kommission schlug am Mittwoch vor, Frankreich aus dem Defizitverfahren zu entlassen. Das Land habe einen soliden Weg eingeschlagen, um seine Neuverschuldung zu reduzieren, schrieb die Brüsseler Behörde in ihren länderspezifischen Empfehlungen.

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire kündigte an, die Regierung werde ihre Verpflichtungen einhalten und Reformen fortsetzen, die das Wachstum erleichterten.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte