UN-Experten: Wachstum in Europa nur moderat und ungleich verteilt

Genf - Die europäische Wirtschaft wird sich nach Ansicht von UN-Experten weiterhin nur langsam erholen. Nach einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Westeuropa um 1,2 Prozent im vergangenen Jahr werde es 2015 voraussichtlich 1,5 Prozent betragen, hieß es in einer Prognose der Vereinten Nationen, die am Montag in Genf veröffentlicht wurde.

Darin warnen die Experten, das Risiko einer neuen Rezession in Europa sei nicht gebannt. Sie verweisen auf die Ukraine-Krise, die geringe Binnennachfrage und die hohe Arbeitslosigkeit in Südeuropa.

Zudem sei das Wachstum ungleich verteilt. So werden für Deutschland 2015 erneut nur 1,4 Prozent und danach 1,7 Prozent erwartet. Frankreich stagniere weiter, auch für Italien werde kaum Wachstum erwartet. Dagegen dürfte Großbritanniens Wirtschaft 2015 und 2016 jeweils um 2,5 Prozent zulegen. Weltweit rechnen die UN mit einem Wachstum von 3,1 Prozent 2015 sowie 3,3 Prozent 2016.

Um Investitionen in Europa anzuregen, seien weitere Impulse der Europäischen Zentralbank (EZB) nötig, sagte UN-Ökonom Jose Palacin. Die erwarteten Anleihenkäufe der EZB seien auf den Märkten bereits eingepreist. Die Studie wurde von der Wirtschaftsabteilung des UN-Generalsekretariats, der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) und den regionalen UN-Wirtschaftskommissionen erarbeitet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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