Umweltbundesamt: Mitarbeiter-Kritik an Informationspolitik

Wien (APA) - Kritik an der geplanten Übersiedlung des Umweltbundesamtes von Wien nach Klosterneuburg kommt von der Belegschaft der Bundesbehörde. Betriebsratsvorsitzende Monika Brom kritisierte im Ö1-"Mittagsjournal" die Informationspolitik durch Umweltministerium und Behördenleitung. "Die Mitarbeiter waren sehr empört, dass sie aus den Medien diese Übersiedlungspläne kommentiert bekommen haben", sagte Brom.

Der Betriebsrat sei erst am Montag im Aufsichtsrat informiert worden, dass eine Übersiedlung nach Niederösterreich zur Diskussion stehe, von einer endgültigen Entscheidung sei dabei keine Rede gewesen. Am Dienstag sei man dann durch die Pressekonferenz von Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vor "vollendete Tatsachen gestellt" worden, so Brom weiter. Die Betriebsrätin monierte darüber hinaus mangelnde Transparenz bei der Begründung der Entscheidung sowie möglicher Alternativen.

Für den Großteil der rund 520 Mitarbeiter, die ab 2022 in Klosterneuburg arbeiten sollen, bedeute der Umzug längere Anfahrtswege. Der ökologische Fußabdruck werde wahrscheinlich höher als jetzt, meinte Brom. Die Betriebsrätin forderte die Einbindung der Mitarbeiter "auf Augenhöhe", eine Diskussion über mögliche Alternativen und - falls die geplante Übersiedlung unumkehrbar ist - die bestmögliche Lösung für die Belegschaft. Brom nannte etwa die Anrechnung von Anfahrzeiten oder auch die Möglichkeit zur Telearbeit.

Positiv reagierte indes Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig. Die Kosten für die Übersiedlung sind mit 46 Millionen Euro veranschlagt, 37 Millionen übernehmen Land und Bund. Rebernig im ORF-Radio: "Das Umweltbundesamt bekommt Geld dafür, dass wir überhaupt einen neuen Standort bekommen." Die derzeit auf vier verschiedene Standorte in Wien aufgeteilte Behörde sei sanierungsbedürftig, die geplante Übersiedlung deshalb wirtschaftlich sinnvoll.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte