Umsatz von Raiffeisen-Beteiligungsriesen LLI wieder unter 1 Milliarde Euro

Wien (APA) - Die zu Raiffeisen gehörenden Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) mit dem Generaldirektor Ex-ÖVP-Chef und -Vizekanzler Josef Pröll hat am Donnerstag die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016/17 (per 30. September) veröffentlicht. Der Umsatz und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gingen zurück, das operative Ergebnis (EBIT) stieg an.

Der Umsatz rutschte nach dem Rekordjahr 2015/16 wieder unter eine Milliarde Euro auf 993,4 Mio. Euro. Die internationalen Tochtergesellschaften haben 83,1 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet, teilte LLI mit. Das EGT sank von gut 90 auf 74,5 Mio. Euro. Das EBIT stieg um 10,7 Prozent auf 62,5 Mio. Euro.

"Die strukturellen Maßnahmen in den vergangenen Jahren mit einer Fokussierung auf die Kernbereiche Mehl & Mühle und Vending haben eine kontinuierliche Steigerung des operativen Ergebnisses ermöglicht" so Pröll. "Mit der strategischen Investitions- und Innovationsoffensive im Segment Mehl & Mühle und der Weiterentwicklung im Segment Vending werden wir das operative Ergebnis auch im laufenden Geschäftsjahr weiter steigern können. Damit stellen wir eine breite und solide Aufstellung der Unternehmensgruppe auf internationaler Ebene sicher und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit." Neben Pröll sitzen Kurt Miesenböck und Michael Kafesie im LLI-Vorstand.

Die LLI-Tochter Goodmills Group ("Fini's Feinstes" in Österreich) erzielte 2016/17 Umsatzerlöse in Höhe von 786,6 Mio. Euro (minus 7,2 Prozent). Begründet wird dies mit der Getreidepreisentwicklung und einer leicht rückläufigen Vermahlmenge von 2,8 Millionen Tonnen. "Nach Bereinigung des Ergebnisses 2015/16 um Einmaleffekte" wurde das EBIT um 12,4 Prozent auf 22,25 Mio. Euro gesteigert. Das EGT kam bei 25,67 Mio. Euro zu liegen. Voriges Jahr waren es 51 Mio. Euro, rein operativ 20 Mio. Euro. Im neuen Geschäftsjahr soll es wieder eine Steigerung bei den Vermahlungsvolumina geben. Ebenso steigen sollen die Umsatzerlöse.

Im polnischen Stradunia sind 12 Mio. Euro investiert worden, um das Verarbeitungsvolumen "von 440 auf 740 Tonnen pro Tag" zu erhöhen. In der Investitionspipeline stehen zwei weitere Mühlen im tschechischen Lovosice (23,26 Mio. Euro) und im deutschen Krefeld (66,7 Mio. Euro). Die Mühlengruppe habe zudem 40 Prozent der Anteile an GoodMills Innovation um 23 Mio. Euro und damit eine hauseigene Forschungseinrichtung erworben. Das gebe ein "Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz".

Die LLI-Tochter cafe+co hat laut der Aussendung den Umsatz um 9,3 Prozent auf 206,8 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis stieg um 2,6 Prozent auf 21,43 Mio. Euro, das EGT ging leicht zurück - von 20,9 auf 20,7 Mio. Euro.

Der Verkauf des 11,35 Prozent schweren Anteils an den Casinos Austria schlägt sich nicht aufs LLI-Ergebnis 2016/17 nieder. "Der Verkauf wird innerhalb der gesetzten Frist erwartet."

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz