Umfrage: Österreichern ist bei der Vorsorge Sicherheit wichtig

Finanzielle Vorsorge ist für 81 Prozent der Österreicher wichtig, geht aus einer am Freitag präsentierten GfK-Umfrage im Auftrag von Erste Group und s Versicherung hervor. Sicherheit spielt demnach eine größere Rolle als Rendite. Vorsorgen wollen die Österreicher vor allem für die Pension, Gesundheit und Familie. Persönliche Beratung steht bei Vorsorgeprodukten noch immer hoch im Kurs.

Ein Vorsorgeprodukt besitzen 91 Prozent der 1.000 Befragten. An erster Stelle liegen dabei Sparbuch/Sparkarte (69 Prozent), gefolgt vom Bausparer (52 Prozent), der privaten Unfallversicherung und der klassischen Lebensversicherung (je 41 Prozent), Immobilienbesitz (31 Prozent), staatlich geförderter Zukunftsvorsorge (27 Prozent), Wertpapieren (22 Prozent), privater Zusatzpensionsversicherung (21 Prozent) und Firmenpension (12 Prozent), geht aus der Studie "Vorsorgeverhalten und Pensionskonto neu 2015" hervor.

Bei der Frage, was für Vorsorge und Veranlagung wichtig ist, liegt "kein/geringes Risiko" mit 53 Prozent an der Spitze. An zweiter Stelle ist die Kapitalgarantie (44 Prozent). "Hohe Rendite/Zinsen" kommt auf 30 Prozent.

Als besonders wichtige Vorsorgethemen genannt wurden Pension (60 Prozent), Gesundheit (53 Prozent), Familie (50 Prozent), Unfall (44 Prozent) und kurzfristige finanzielle Absicherung (40 Prozent). Pflege (19 Prozent) rangierte gleichauf mit Freizeit allgemein und Reisen (je 18 Prozent).

Die Nachricht über das staatliche Pensionskonto haben 64 Prozent erhalten. Davon waren 29 Prozent von der Konto-Erstgutschrift negativ überrascht. Positiv überrascht waren 14 Prozent und bei 42 Prozent entsprach die Pensionskonto-Nachricht den Erwartungen.

Ob sie ihren Lebensunterhalt mit der gesetzlichen Pension bestreiten können, schätzen die Österreicher eher kritisch ein, heißt es in der heutigen Pressemitteilung. Die Pensionslücke wird auf 545 Euro pro Monat geschätzt und damit niedriger als bei der vorjährigen Vorsorgestudie mit rund 600 Euro.

Die Vorsorge ergänzen würden bei zu geringer staatlicher Pension 45 Prozent. 27 Prozent gaben an, dass sie ihr privates Vorsorgeverhalten nicht ändern würden. Grund dafür ist vor allem Geldmangel: Entweder ist dafür kein weiteres Einkommen mehr verfügbar (37 Prozent) oder man kann sich überhaupt keine private Vorsorge leisten (22 Prozent). Genannt wird unter anderem auch ein in weiter Ferne liegender Pensionsantritt (25 Prozent).

Auf die persönliche Beratung wollen die Österreicher offenbar nicht verzichten: Für 90 Prozent wäre sie beim Abschluss eines Vorsorgeprodukts sehr/eher wichtig. "Der persönliche Kontakt mit dem Berater ist wichtig, wenn's um die langfristige Finanzplanung geht", so Erste-Bank-Privatkundenvorstand sagt Peter Bosek laut Pressemitteilung. Bei simplen Produkten wie beispielsweise einer Handy-Versicherung wolle kein Kunde lange drüber plaudern, sondern mit einem Klick alles erledigen.

Das Internet einsetzen könnte man nach Ansicht der Umfrageteilnehmer vor allem für allgemeine Infos über Versicherungen/Banken (74 Prozent), für Infos über Vorsorgeprodukte und den E-Mail-Kontakt mit dem Betreuer (je 60 Prozent), für die Einsicht in bestehende Verträge (58 Prozent) und Schadensmeldungen (48 Prozent). Der Produktabschluss kommt nur auf 12 Prozent.

Die Möglichkeit des Zugriffs auf das Pensionskonto mittels "Handy‐Signatur" ist 44 Prozent vertraut, das sind deutlich mehr als vor einem Jahr mit (7 Prozent).

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Finanzkommunikation auf dem Prüfstand

Berlin (APA/Reuters) - Die deutschen Bundesländer verlangen von der Industrie und der Regierung in Berlin die Nachrüstung von älteren Dieseln im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote voranzutreiben. In einem Entschließungsantrag forderte der Bundesrat am Freitag die Regierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Hersteller für eine Nachrüstung mit Katalysatoren in die Verantwortung genommen werden.
 

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Deutsche Bundesländer drängen auf Diesel-Nachrüstung

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen haben zum Ende des dritten Quartals einen negativen Veranlagungsertrag erzielt: Die Performance lag durchschnittlich bei minus 0,91 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit. Das sei trotz ungünstiger Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal, in dem die Performance bei minus 1,2 Prozent lag.
 

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Pensionskassen: Performance im 3. Quartal im Minus