Umfrage: Kaum Arbeitsplätze für Flüchtlinge in Dax-Konzernen

Seit August 2015 haben nur wenige Flüchtlinge einen Job, eine Ausbildung oder ein Praktikum bei einem der 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Konzerne bekommen. Mit dem Konsumgüterkonzern Beiersdorf und dem Wohnungsunternehmen Vonovia haben nur zwei der Unternehmen bisher Flüchtlinge fest angestellt, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des ARD-Magazins "Report Mainz" ergab.

Die Ergebnisse stehen laut "Report Mainz" in Widerspruch zu den Versprechen vieler Wirtschaftsvertreter aus dem Spätjahr 2015, Flüchtlinge in großer Zahl auszubilden und zu beschäftigen. Grund für die Ergebnisse der Umfrage seien die mangelnden Deutschkenntnisse vieler Flüchtlinge, sagte Ingo Kramer, Präsident der Arbeitgeberverbände (BDA), dem Magazin.

In zehn der 30 Konzerne sind der Umfrage zufolge seit dem Spätjahr 2015 Flüchtlinge weder in Jobs, Praktika oder Ausbildungsstellen gekommen. Bei den anderen Unternehmen sehe es dagegen etwas besser aus: So gab der Autobauer BMW beispielsweise an, 21 Flüchtlinge in einer sogenannten Einstiegsqualifizierung auszubilden.

Auch der Gesundheitskonzern Fresenius erklärte, dass in seinen Helios-Kliniken "vereinzelt" Flüchtlinge als Auszubildende eingestellt worden seien. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp sagte dem ARD-Magazin, drei Flüchtlinge hätten einen Ausbildungsvertrag für den Herbst zugesagt bekommen.

Mehrere Dax-Konzerne haben Flüchtlinge als Praktikanten beschäftigt: Etwa Bayer, die Allianz, Daimler oder die Deutsche Post DHL. Weitere hätten zudem Spezialprogramme aufgelegt, die die Integration von Flüchtlingen erleichtern sollen. Fast alle Konzerne erklärten demnach, noch in diesem Jahr deutlich mehr Ausbildungsstellen und Praktika für Flüchtlinge vergeben zu wollen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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