Umfrage - Lehrlingssuche als Herausforderung für Industriebetriebe

Wien (APA) - Die Lehrlingssuche ist für Österreichs Industriebetriebe nicht ganz einfach: Geeignete Lehrlinge zu finden wird auf die Frage nach den größten Herausforderungen in der Lehrlingsausbildung von fast zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Unternehmen und damit am häufigsten genannt, geht aus dem "Trendbarometer" des Automatisierungstechnik-Anbieters Festo hervor.

Für mehr als die Hälfte der Befragten sei der "Technikermangel" ein Problem oder sogar ein großes Problem, heißt es in einer Pressemitteilung von heute, Freitag. Im Rahmen des Trendbarometers sind rund 200 Industrieunternehmen in ganz Österreich vom Institut Makam im Frühjahr 2018 befragt worden.

Zu den größten Herausforderungen in der Lehrlingsausbildung zählen für die Unternehmen weiters "mangelhafte Kompetenzen in Lesen, Schreiben, Rechnen und Beherrschung der deutschen Sprache" (45 Prozent) und "mangelnde Leistungsbereitschaft" (43 Prozent). Wenig Probleme bereiten fehlende Förderungen, die von nur 9 Prozent genannt wurden. 47 Prozent der befragten Unternehmen bilden Lehrling aus.

Die Digitalisierung bringe in knapp einem Viertel der Unternehmen Veränderungen von Funktionen bzw. von Funktions- oder Berufsbezeichnungen, heißt es in der Mitteilung weiter. Zwei von drei Unternehmen gäben an, dass sich der Qualifizierungsbedarf durch die neuen Technologien erhöhe. Betroffen bzw. stark betroffen seien die Bereiche Wartung/Instandhaltung (77 Prozent), Installation/Inbetriebnahme (73 Prozent) sowie Forschung/Entwicklung (68 Prozent).

Einsparpotenziale durch neue Technologien in den nächsten drei bis fünf Jahren sehe knapp die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen. Das Bewusstsein für neue Technologien und deren Nutzung sei aber gering, so Festo. 56 Prozent der Unternehmen denken nicht, dass kollaborierende Roboter in Zukunft für ihr Unternehmen sehr oder eher relevant sein werden. 63 Prozent interessieren sich nicht für die Vorteile von Big Data bzw. Künstlicher Intelligenz.

Bei Festo findet man diese Ergebnisse alarmierend: "Wer jetzt nicht in Aus- und Weiterbildung investiert, wird bald ein Problem haben", so Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich. Neue Technologien verlangten nach neuen Kompetenzen. "Viele Berufsbilder, die wir heute kennen, in denen wir junge Menschen heute ausbilden, wird es morgen in dieser Form nicht mehr geben. Wir müssen daher jetzt darüber nachdenken, wer die 'Meister von morgen' sind und was sie können sollen."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte