Umbau mit Verkauf der Impfstoffsparte beschert Novartis Sondergewinn

Basel/London (APA/dpa) - Der groß angelegte Umbau spült dem weltgrößten Pharmakonzern Novartis reichlich Geld in die Kasse. Das Schweizer Unternehmen werde im ersten Quartal 2015 "einen erheblichen außerordentlichen Gewinn verzeichnen", teilte es am Montag in Basel mit. Mehrere milliardenschwere Deals mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) seien nun abgeschlossen.

Dabei verkauften die Schweizer ihre Impfstoffsparte für bis zu 7,1 Mrd. US-Dollar (6,32 Mrd. Euro) und übernahmen ihrerseits den Krebsmedikamente-Bereich der Briten für 16 Mrd. Dollar. Mit GSK gründete Novartis außerdem ein Gemeinschaftsunternehmen für rezeptfreie Medikamente, an dem die Schweizer etwas mehr als ein Drittel der Anteile halten.

In Zukunft will sich Novartis auf Augenheilkunde, das Pharmageschäft mit den Krebsmedikamenten und auf Nachahmerprodukte konzentrieren. Bei den Impfstoffen behält der Konzern lediglich die Grippemittel. Viele Unternehmen setzen auf Krebsprodukte, weil die Mittel hohe Margen abwerfen. Der Verkauf der Tiermedikamente-Sparte an den US-Pharmakonzern Eli Lilly war bereits im Jänner geglückt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker