Umbau mit Verkauf der Impfstoffsparte beschert Novartis Sondergewinn

Basel/London (APA/dpa) - Der groß angelegte Umbau spült dem weltgrößten Pharmakonzern Novartis reichlich Geld in die Kasse. Das Schweizer Unternehmen werde im ersten Quartal 2015 "einen erheblichen außerordentlichen Gewinn verzeichnen", teilte es am Montag in Basel mit. Mehrere milliardenschwere Deals mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) seien nun abgeschlossen.

Dabei verkauften die Schweizer ihre Impfstoffsparte für bis zu 7,1 Mrd. US-Dollar (6,32 Mrd. Euro) und übernahmen ihrerseits den Krebsmedikamente-Bereich der Briten für 16 Mrd. Dollar. Mit GSK gründete Novartis außerdem ein Gemeinschaftsunternehmen für rezeptfreie Medikamente, an dem die Schweizer etwas mehr als ein Drittel der Anteile halten.

In Zukunft will sich Novartis auf Augenheilkunde, das Pharmageschäft mit den Krebsmedikamenten und auf Nachahmerprodukte konzentrieren. Bei den Impfstoffen behält der Konzern lediglich die Grippemittel. Viele Unternehmen setzen auf Krebsprodukte, weil die Mittel hohe Margen abwerfen. Der Verkauf der Tiermedikamente-Sparte an den US-Pharmakonzern Eli Lilly war bereits im Jänner geglückt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht