Umbau der Deutschen Telekom zahlt sich aus

Zufriedene Kunden, höhere Gewinne und sichere Dividenden: Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren ihren eingeschlagenen Wachstumskurs mit aller Macht vorantreiben.

Bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Bonn kündigte Vorstandschef Tim Höttges an, Strategie und das hohe Tempo der Investitionen beim Netzumbau fortzusetzen und den Ausbau des schnellen Internets für Jedermann zu beschleunigen. Dabei stellte er den Aktionären für den Zeitraum 2015 bis 2018 zugleich höhere Dividenden in Aussicht.

Getragen vom anhaltenden Boom der US-Tochterfirma T-Mobile und von einer auf dem Heimatmarkt besser laufenden Geschäftsentwicklung kletterte der Umsatz 2014 um mehr als 4 Prozent auf 62,7 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdienten die Bonner eine Summe von 2,9 Mrd. Euro - das Dreifache des Vorjahresergebnisses. Allerdings war der Anstieg maßgeblich durch den Teilverkauf der Scout-Gruppe beeinflusst. Bereinigt waren es immer noch 2,4 Mrd. Euro

"Die Strategie geht auf, die Telekom wächst - und zwar in einem Maße, wie seit vielen Jahren nicht mehr", sagte Höttges. Der Manager, der erstmals lässig ohne Krawatte die Bilanzzahlen und die Strategie des Unternehmens bis 2018 erläuterte, zeigte sich hoch zufrieden mit den Ergebnissen. Angesichts der guten Entwicklung stehe der Vorstand zu seiner Aussage, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 50 Cent je Aktie vorzuschlagen. Von 2015 bis 2018 sollen es mindestens 50 Cent je Aktie sein, versprach Höttges, der die Pläne am Nachmittag auf dem Kapitalmarkttag den Investoren vorstellen wollte. Dabei könne es je nach Entwicklung der freien Finanzmittel auch mehr werden.

Zugpferd des Konzerns war 2014 einmal mehr die US-Tochterfirma T-Mobile, deren Kundenbasis um 8,3 Millionen auf mehr als 55 Millionen wuchs. Die Gesellschaft, deren Zukunft im Telekom-Konzern mittelfristig unsicher ist, verzeichnet seit zwei Jahren einen anhaltenden Boom und liefert sich inzwischen mit dem Wettbewerber Sprint ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die dritte Position auf dem US-Markt. Angesprochen auf die Pläne des Vorstands zur Zukunft der Tochterfirma blieb Höttges vage: "Wir stehen nicht unter Zeitdruck und sind offen für Optionen."

In Deutschland investierte die Telekom im vergangenen Jahr eine Summe von 3,8 Mrd. Euro - unter anderem in schnelle Internetzugänge, die Umstellung des Telekom-Netzes auf IP-Basis sowie LTE-Netze im Mobilfunk. Die Marktführerschaft im Mobilfunk habe die Telekom bei den Service-Umsätzen weiter ausgebaut, betonte Höttges. Dabei habe sich vor allem der LTE-Ausbau bezahlt gemacht. Ende vergangenen Jahres hatte die Telekom 38,9 Millionen Mobilfunkkunden.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London