Ukrainische Wirtschaft schrumpft 2015 laut Weltbank um 7,5 Prozent

Die Kämpfe gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes setzen der ukrainischen Wirtschaft nach Einschätzung der Weltbank heftiger zu als erwartet. Die Weltbank senkte am Mittwoch ihre Konjunkturprognose für die Ukraine drastisch und geht nun davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 7,5 Prozent schrumpft. Bisher war sie von einem Minus von 2,3 Prozent ausgegangen.

Die ukrainische Regierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2015 um 5,5 Prozent sinkt.

Verantwortlich für die drastische Senkung der Prognose sei der Konflikt im Osten des Landes, erklärte die Weltbank. "Die Ukraine hat ein bedeutsames Potenzial, aber eine Umsetzung ist nur möglich, wenn sich die Lage im Osten stabilisiert und das Bankensystem sich erholt."

Der Konflikt mit Russland hat die Ukraine im vergangenen Jahr an den Rand des Bankrotts getrieben. Der Internationale Währungsfonds hat für das Land inzwischen ein Hilfsprogramm in Höhe von 17,5 Mrd. Dollar (16 Mrd. Euro) geschnürt. Um einem Kollaps zu entgehen, benötigt das Land laut IWF insgesamt aber etwa 40 Mrd. Dollar. Am Dienstag hatte die ukrainische Regierung auf einer internationalen Konferenz um Investitionen geworben, um die Wirtschaft des Landes wieder in Gang zu bringen.

Wien (APA) - Maschinen können bald mehr als die Hälfte der Tätigkeiten übernehmen, die jetzt von Menschen ausgeübt werden. Dementsprechend ist mehr als die Hälfte der Jobs mittelfristig von Automatisierung oder "Robotern" bedroht. Ältere Menschen trifft das besonders hart, weil sie sich schwertun, eine neue Arbeit zu finden oder umzusatteln, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Mercer-Studie.
 

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Roboter bedrohen vor allem Jobs unqualifizierter älterer Menschen

Wien (APA) - Singapur unterzeichnet am Freitag ein Freihandelsabkommen mit der EU, das aber für London bald nicht mehr gilt. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong schließt nicht aus, dass die Briten bilateral zu einem besseren Deal mit seinem Land gelangen könnten. "Es ist immer leichter, ein Abkommen mit einem Land statt mit einer Organisation aus 28 Staaten zu machen", sagte er am Mittwoch in Wien.
 

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Brexit - Singapurs Premier: Mit einem Land macht man leichter Deals

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