Ukraine - Separatisten im Osten bestehen auf Unabhängigkeit

Donezk/Luhansk (Lugansk) (APA/dpa) - Vor neuen Gesprächen für eine Lösung des blutigen Konflikts in der Ostukraine haben die prorussischen Separatisten erneut eine Unabhängigkeit der Region gefordert. Bei den am Freitag in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geplanten Verhandlungen mit der internationalen Kontaktgruppe wollen die nicht anerkannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk (Lugansk) weiter eine Souveränität verlangen.

Dies stellte Separatistenführer Miroslaw Rudenko im Vorfeld klar. Die Gespräche unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sollen um 14.00 MESZ beginnen (15.00 Uhr Ortszeit). Bei ihren jüngsten Verhandlungen am 5. September hatten die Konfliktparteien eine Feuerpause beschlossen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte den Separatistengebieten zuletzt für drei Jahre einen Sonderstatus mit Selbstverwaltungsrechten per Gesetz eingeräumt. Eine Unabhängigkeit der Gebiete lehnt er ab. Bei einem Gespräch mit US-Präsident Barack Obama in Washington äußerte Poroschenko die Hoffnung, dass die seit zwei Wochen geltende Feuerpause zu "dauerhaftem Frieden" führe.

Die Waffenruhe ist allerdings brüchig. Der Stadtrat von Makejewka nordöstlich von Donezk teilte mit, dass bei einem Artilleriebeschuss erneut zwei Zivilisten getötet worden seien.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne