Ukraine - OSZE schickte erste Beobachter zur Grenze

Wien (APA/AFP) - Nach der Einigung auf eine Waffenruhe in der Ostukraine hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erste Beobachter an die Grenze zu Russland entsandt. 59 Experten seien losgeschickt worden, um die "fragile" Feuerpause zu überwachen, sagte OSZE-Präsident Didier Burkhalter am Montag dem schweizerischen Rundfunksender RTS. Verstärkung müsse aber bald folgen, mahnte er.

Nach Angaben der deutschen Regierung vom Montag hatte Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel am Vorabend mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko telefoniert und sei sich mit ihm einig gewesen, dass die Waffenruhe schnellstmöglich von den OSZE-Beobachtern überwacht werden müsse. Burkhalter kündigte an, dass die bereits auf den Weg geschickte Vorhut personelle Unterstützung benötige. Zu den EU-Sanktionen gegen Russland sagte er, diese seien angesichts des "Völkerrechtsbruchs durch die Annexion der Krim" zwar nachvollziehbar, würden aber "die Probleme nicht lösen".

Die EU bereitete am Montag neue Sanktionen gegen Russland vor, die nach Diplomatenangaben Staatskonzerne wie die Energieriesen Gazprom, Rosneft und Transneft treffen und am Dienstag in Kraft treten sollen. Russland drohte im Gegenzug mit einer Sperre des eigenen Luftraums für europäische Fluggesellschaften.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne