Ukraine kündigt Rückkehr an internationale Finanzmärkte an

Kiew (APA/dpa) - Die Ukraine plant mit der Ausgabe eigener Staatsanleihen ihre Rückkehr an die internationalen Finanzmärkte. Umgerechnet 2,5 Milliarden Euro sollen aus dem Verkauf von Papieren mit einer Laufzeit von 15 Jahren am kommenden Montag eingenommen werden, teilte das Finanzministerium in Kiew am Dienstag mit. Gut vier Jahre lang hatte das Land keine Anleihen mehr platziert.

Etwa die Hälfte der vorgesehenen Einnahmen sei für die Tilgung von Altschulden geplant. Der Rest fließe in den Haushalt. Präsident Petro Poroschenko betonte bei einem Besuch in den USA: "Jeder Investor stimmt mit seinem Dollar für den Erfolg unserer Reformen." Den Investoren wird demnach ein Zinssatz von 7,375 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Ukraine ist mit mehr als 62 Mrd. Euro im In- und Ausland verschuldet. Das entspricht knapp 80 Prozent der Wirtschaftsleistung. 2015 war die Ex-Sowjetrepublik durch eine Umschuldung knapp der Staatspleite entronnen. Allein in den Jahren 2018 bis 2022 muss Kiew etwa 24 Mrd. Euro nur an ausländische Kreditgeber zurückzahlen.

Aus der letzten Anleihe-Platzierung im Dezember 2013 ist in London noch eine Klage gegen die Ukraine anhängig. Kiew weigert sich, dem Nachbarn Russland umgerechnet über 2,5 Mrd. Euro Anleiheschuld plus Strafzinsen zurückzuzahlen. Die ukrainische Regierung hatte den Kredit vor dem Regierungssturz im Februar 2014 erhalten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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