Ukraine beschließt umstrittenes Gesetz zu Fremdwährungskrediten

Mit einer knappen Mehrheit hat das ukrainische Parlament am Donnerstagabend ein äußerst umstrittenes Gesetz zu Fremdwährungskrediten beschlossen. Sollte das Gesetz in Kraft treten, erhalten Kreditnehmer die Möglichkeit, Kredite in Fremdwährungen zu für sie sehr günstigen Konditionen in Hrywnja zu konvertieren.

Artikel 3 von Gesetz 1558-1 verpflichtet Banken, Verbraucherkredite in Fremdwährungen zu jenem Kurs in die nationale Währung zu konvertieren, der am Tag der Kreditaufnahme gültig war. Für ukrainische Kreditnehmer, die Fremdwährungskredite insbesondere vor der aktuellen Polit- und Wirtschaftskrise aufgenommen haben, würde sich die Kreditlast damit mit einem Schlag auf ein Drittel reduzieren. Im November 2013 kostete ein US-Dollar etwa 8 ukrainische Hrywnja, aktuell sind es 21.

Gleichzeitig wird im Gesetz der ukrainische Ministerrat aufgefordert, binnen eines Monates Vorschläge zu unterbreiten, wie Banken ihre aus dem Gesetz resultierenden Verluste kompensiert werden sollen.

Der Fraktionsvorsitzende des Blocks Poroschenko, Juri Luzenko, bezeichnete den Beschluss als eine "Katastrophe" und kündigte am Freitag seinen Rücktritt an. Seine Fraktion hat am Donnerstag zur Hälfte für das Gesetz gestimmt. Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius sprach von "reinem Populismus". Er hoffe, dass Präsident Petro Poroschenko sein Veto einlegen werde, erklärte Abromavicius gegenüber der Nachrichtenagentur "Ukrajinski Nowyny". Gleichzeitig brachten am Freitag einige Abgeordnete einen Antrag ein, mit dem sie den Beschluss des betreffenden Gesetzes aufgrund von Formalfehlern bei der Abstimmung für ungültig erklären wollen.

Ense (APA/dpa) - Neue Hoffnung für den von der Schließung bedrohten Kettcar-Hersteller Kettler: In letzter Minute ist es dem Unternehmen am Freitag gelungen, eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zu erhalten. Damit kann das Unternehmen die Suche nach potenziellen Investoren fortsetzen.
 

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Neue Hoffnung für Kettcar-Hersteller Kettler

Wien (APA) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in mehreren Zeitungsinterviews am Wochenende Kritik an der Regierung geübt. Beim 12-Stunden-Tag bemängelte er die überhastete Umsetzung ohne Einbindung relevanter Gesprächspartner. Unzufrieden ist er auch mit der Behördenpraxis bei der Abschiebung von gut integrierten Menschen und Familien aus Österreich.
 

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Van der Bellen kritisiert überhastete Umsetzung des 12-Stunden-Tags

New York (APA/dpa) - Das traditionsreiche US-Wirtschaftsblatt "Fortune" wechselt zum zweiten Mal in diesem Jahr den Besitzer. Man habe sich mit dem thailändischen Geschäftsmann Chatchaval Jiaravanon auf einen Kaufpreis in Höhe von 150 Millionen Dollar (123 Mio Euro) in bar geeinigt, teilte die Eigentümergesellschaft Meredith Corporation am Freitag mit. Der Verkauf solle bis Ende 2018 abgeschlossen werden.
 

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Thailändischer Geschäftsmann kauft US-Magazin "Fortune"