Ukraine - Erneutes Treffen der EU-Botschafter zu Sanktionen

Brüssel (APA/AFP) - Der Beschluss neuer EU-Sanktionen gegen Russland verzögert sich offenbar aufgrund von Problemen weiter. Für 18.00 Uhr wurde am Montag ein Sondertreffen einberufen, um über die geplanten Sanktionen zu beraten, wie EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel bestätigten. Zuvor war die Frist für den schriftlichen Beschluss der verschärften Wirtschaftssanktionen bereits verschoben worden.

Zunächst hieß es, dass nicht alle schriftlichen Bestätigungen aus den Hauptstädten rechtzeitig eingegangen waren. Ein Diplomat erklärte lediglich: "Es gibt ein informelles Treffen der Botschafter, um die Modalitäten der Umsetzung der Sanktionen gegen Russland zu diskutieren".
Die EU-Botschafter hatten sich am Freitagabend auf neue Sanktionen grundsätzlich geeinigt, mit denen die EU auf das militärische Eingreifen Russlands in den Konflikt in der Ukraine reagiert. Der offizielle Beschluss im schriftlichen Verfahren sollte nun am Montag erfolgen und am Dienstag im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden und damit in Kraft treten.

Nachdem sie bereits mehrheitlich staatlichen russischen Banken die Kreditaufnahme erschwert hat, nimmt die Europäische Union EU-Diplomaten zufolge mit dem neuen Sanktionspaket jetzt auch die Ölkonzerne Rosneft und Transneft sowie die Ölsparte des Energieriesen Gazprom ins Visier.
Die Strafmaßnahmen beziehen sich außerdem auch auf den Handel mit Waffen und Gütern, die neben einem zivilen auch einen militärischen Nutzen haben können, sowie auf den Handel mit spezieller Technologie, die im Energiesektor zum Einsatz kommt. Zudem will die EU weitere aus ihrer Sicht Verantwortliche für die Destabilisierung der Ukraine mit Einreiseverboten und Kontosperren belegen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne