conwert: Übernahmekommission hat Nachprüfungsverfahren eingeleitet

Die Übernahmekommission hat in der Causa conwert von Amts wegen am 7. März ein Nachprüfungsverfahren eingeleitet. Dies teilte der börsennotierte Immobilienkonzern am Dienstag mit.

Gegenstand der Untersuchung des Nachprüfungsverfahren sei, "ob die Adler Real Estate AG, Herr Cevdet Caner und Petrus Advisers LLP sowie allfällige weitere Personen als gemeinsam vorgehende Rechtsträger zu qualifizieren seien und somit die Angebotspflicht gemäß § 22 ÜbG ff verletzt wurde". § 22 des Übernahmegesetzes regelt Pflichtangebote.

Die Bekanntmachung der Übernahmekommission samt Aktionärsaufruf zur Beteiligung an dem Verfahren werde voraussichtlich am morgigen 9. März 2016 im Amtsblatt zur "Wiener Zeitung" veröffentlicht, heißt es in der heutigen conwert-Mitteilung weiter.

Der conwert-Großaktionär Adler will beim Wiener Immobilienkonzern drei von vier Verwaltungsräten austauschen und eine stärker auf Wachstum orientierte Firmenstrategie. Durchsetzen will dies die deutsche Adler Real Estate bei bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 17. März.

Adler besitzt 22,37 Prozent der conwert-Anteile und die mit Adler verbündete Investmentfondsgesellschaft Petrus Advisers hält nach letzten Angaben 6,74 Prozent. Der Österreicher Caner sei bei Adler "bisweilen als Berater unterwegs", wie Adler-Sprecher Jörg Bretschneider Mitte Februar im "Kurier" erklärt hatte.

In der deutschen "Wirtschaftswoche" hatte es im November 2015 ebenfalls offiziell geheißen: "Er berät verschiedene Investoren der Adler und begleitet die eine oder andere Transaktion." Laut deutscher Zeitschrift bezeichnen mehrere Geschäftspartner Caner aber als "Strippenzieher" und den Mann hinter Adler. Caner gründete unter anderem die 2009 pleite gegangene deutsche Immo-Gruppe Level One. Seit 2010 wird gegen Caner und weitere 19 Personen wegen des Verdachts des schweren Betrugs, der betrügerischen Krida und der Gläubigerschädigung ermittelt. Die Ermittlungen laufen noch, hatte die Staatsanwaltschaft Wien Mitte Februar erklärt.

Washington/Berlin (APA/dpa)Die deutsche Industrie hat die geplante massive Senkung der Unternehmensteuern in den USA als "absolute Kampfansage" bezeichnet. Die Folge wären Wettbewerbsverzerrungen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
 

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US-Steuersenkungen für Unternehmen "Kampfansage"

Brüssel (APA/dpa/AFP) - Die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Donnerstagabend in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter mitteilte.
 

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EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Berlin/London (APA/Reuters) - EU-Budgetkommissar Günther Oettinger bezweifelt, ob die britische Premierministerin Theresa May ihre Brexit-Zusagen letztlich durchsetzen kann. Angesichts der Fortschritte in den bisherigen Verhandlungen könne die Kommission zwar vorschlagen, über die Ausgestaltung der künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu sprechen, sagte Oettinger am Freitag dem Deutschlandfunk.
 

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Brexit - Oettinger: Können bei Mays Zusagen nicht ganz sicher sein