Übernahme von Hotelkette Starwood durch Marriott geplatzt

Die bereits vereinbarte Übernahme der US-Hotelkette Starwood durch den Konkurrenten Marriott International ist überraschend geplatzt. Starwood teilte am Freitag mit, das Unternehmen ziehe nun das Angebot eines Konsortiums unter Leitung des chinesischen Versicherers Anbang vor. Anbang hatte sein Angebot zuletzt auf 13,2 Mrd. Dollar (11,7 Mrd. Euro) aufgestockt - eine Milliarde mehr als Marriott.

Starwood besitzt Hotels in mehr als hundert Ländern. Zu dem Konzern gehören unter anderem die Westin-, Sheraton- und Le-Méridien-Hotels. Durch den Deal mit Marriott sollte der größte Hotelkonzern der Welt mit 5.500 Häusern und mehr als einer Million Zimmern entstehen. Das Geschäft war von den Verwaltungsräten beider Unternehmen bereits beschlossen worden.
Starwood kündigte nun an, es wolle Marriott darüber unterrichten, dass der Deal abgeblasen sei. Starwood strebe jetzt eine "definitive Vereinbarung" mit Anbang an. Der Verwaltungsrat von Starwood ließ sich den Angaben zufolge von dem neuen Angebot von Anbang überzeugen, mit dem der Preis pro Aktie um zwei Dollar auf 78 Dollar erhöht wurde.
Der chinesische Konzern plant eine großflächige Expansion im Hotelgeschäft. Parallel zu dem Angebot an Starwood willigte Anbang in den Kauf von insgesamt 16 Luxushotels und Ressorts der Blackstone-Gruppe zum Preis von insgesamt 6,5 Milliarden Dollar ein.
Anbang war im Oktober 2014 erstmals in das Hotelgeschäft eingestiegen. Damals erwarb der erst zwölf Jahre alte Versicherungskonzern das berühmte Waldorf Astoria im New Yorker Stadtteil Manhattan von Hilton Worldwide Holdings.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma