UBS vor Vergleich wegen Tricksereien im Edelmetall-Handel

Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizer Großbank UBS steht einem Zeitungsbericht zufolge auch wegen mutmaßlicher Manipulationen im Edelmetall-Handel vor einer Einigung mit den Aufsichtsbehörden. Die "Financial Times" berichtete am Montag unter Berufung auf Insider, im Edelmetall-Handel sei eine kleine Anzahl potenziell problematischer Vorfälle festgestellt worden. UBS lehnte eine Stellungnahme ab.

Die UBS ist eine von einem halben Dutzend internationaler Banken, die wegen angeblicher Manipulationen am Devisenmarkt mit den Aufsichtsbehörden in Großbritannien, den USA und der Schweiz über einen Vergleich verhandeln. Die Einzelheiten des Vergleichs, der die Banken nach Angaben von Insidern 1,5 Mrd. Pfund (1,92 Mrd. Euro) kosten dürfte, könnte bereits am Mittwoch feststehen.

Bei der UBS betreffe der Vergleich auch mutmaßliche Manipulationen im Edelmetall-Handel, berichtete die Zeitung. Bei der Schweizer Großbank ist der Edelmetall-Handel im Gegensatz zu anderen Banken eng mit dem Devisenhandel verknüpft. Interne Ermittlungen, die die Bank im vergangenen Jahr einleitete, bezogen sich nicht nur auf das Devisengeschäft sondern schlossen auch den Edelmetallbereich ein. UBS arbeitet mit den Behörden zusammen und ist nach Angaben von Insidern bestrebt, durch eine weitreichende Kooperation die Aufsichtsbehörden milde zu stimmen.

Neben der UBS dürften Royal Bank of Scotland (RBS), Barclays und HSBC aus Großbritannien sowie die US-Häuser JP Morgan und Citigroup von dem Vergleich betroffen sein.

Die UBS erhöhte die Rückstellungen für Rechtsrisiken im dritten Quartal um 1,86 Mrd. Franken. Sie hält nun rund 3,5 Mrd. Franken für Rechtskosten und Geldstrafen bereit.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"