UBS rechnet mit weiterer leichter Abschwächung des Frankens

Zürich (APA/sda) - Angesichts des kräftigen Wirtschaftswachstums und der abnehmenden Geldschwemme der Zentralbanken rechnet die Schweizer Großbank UBS mit einer weiteren leichten Abschwächung des Schweizer Frankens. Binnen zwölf Monaten dürfte der Franken gegenüber dem Euro auf 1,19 Franken fallen.

Die Kaufkraftparität zum Euro von 1,21 Franken dürfte allerdings noch nicht ganz erreicht werden, sagte UBS-Investementspezialist Philippe Müller am Donnerstag vor den Medien in Zürich. Derzeit muss man für einen Euro 1,1660 Franken bezahlen.

Ein Grund für die leichte Abschwächung des Frankens sei der Rückenwind durch die Konjunktur, die sich rund um den Globus robust zeige. Die Wachstumsraten in Europa hätten in diesem Jahr positiv überrascht, sagte Müller. Anfang des Jahres seien noch Wachstumsraten von unter 2 Prozent für das Bruttoinlandprodukt (BIP) prognostiziert worden.

Nun gehe man mit deutlich mehr als 2 Prozent Wachstum in Europa ins neue Jahr. Dieser Aufschwung habe einiges an Druck vom Franken genommen, sagte Müller. Zudem dürfte die Geldschwemme der Zentralbanken abnehmen und es gebe weniger politische Risiken in Europa.

Angesichts dieser Lage sei die Schweiz weniger als sicherer Hafen gefragt: "Irgendwann werden die Leute merken, dass sie anderswo mehr Rendite bekommen und sich die Frage stellen, warum sie in der Schweiz eine Parkplatzgebühr bezahlen", sagte Müller mit Blick auf die negativen Zinsen hierzulande.

Für die Schweizer Wirtschaft sagt die UBS ein Wachstum von 1,8 Prozent für das nächste Jahr voraus. Das wäre mehr als das Doppelte verglichen mit dem Jahr 2017, in dem das BIP lediglich um 0,8 Prozent zugelegt haben dürfte. Noch kräftiger zeige sich die Weltwirtschaft, die auch im Jahr 2018 um 3,8 Prozent wachsen dürfte, sagte Müller.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne