Uber will Streit mit 100-Millionen-Zahlung beenden

Im Streit mit den Fahrern will sich der US-Fahrdienstvermittler nun freikaufen. Uber will sich in zwei Tranchen von den Ansprüchen der Fahrer freikaufen. Falls sie nicht einwilligen, ist das Geschäftsmodell in Gefahr.

San Francisco. Der Fahrdienst-Vermittler Uber will einen Streit mit Fahrern, der sein Geschäftsmodell gefährden könnte, mit einer Zahlung von bis zu 100 Millionen Dollar (88 Mio. Euro) beilegen. Die Fahrer forderten in Sammelklagen, als Angestellte statt als selbstständige Unternehmer anerkannt zu werden. Mit dem nun erzielten Vergleich soll der Status unverändert bleiben.

Die Einigung muss noch von dem zuständigen Richter in San Francisco gebilligt werden. In einem ersten Schritt will Uber 84 Millionen Dollar an rund 385.000 Fahrer ausschütten. Weitere 16 Millionen sollen fließen, wenn der Wert der Firma nach einem Börsengang mehr als 50 Prozent höher sein sollte als jetzt. Uber soll zuletzt in milliardenschweren Finanzierungsrunden mit gut 60 Milliarden Dollar (52,84 Mrd. Euro) bewertet worden sein.

Neben den Millionen-Zahlungen sieht die am späten Donnerstag veröffentlichte Einigung auch Zugeständnisse an die Fahrer vor. Sie sollen unter anderem in den Autos Schilder platzieren dürfen, auf denen um Trinkgeld gebeten wird. Außerdem müsste Uber künftig die Fahrer erst warnen, bevor die Geschäftsbeziehung mit ihnen beendet wird und auch die Gründe dafür erklären.

Die Fahrer hatten kritisiert, Uber behandele sie wie Angestellte. Für das 2009 in San Francisco gegründetete Unternehmen ist es ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells, dass die Fahrer als selbstständige Unternehmen agieren und keine typischen Arbeitgeber-Verpflichtungen anfallen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London