Twitter-Interimschef Dorsey erfreut Investoren mit Aktienkäufen

Endlich mal gute Nachrichten für Twitter-Investoren: Spitzenmanager stärken dem Kurznachrichtendienst mit Aktienkäufen demonstrativ den Rücken. Zudem wird eine lukrative Partnerschaft mit der National Football League NFL verlängert und ausgebaut.

Twitters Interimschef Jack Dorsey hat der Aktie seines Unternehmens kräftig Kursauftrieb gegeben. Er und andere Vorstandsmitglieder wie Finanzchef Anthony Noto bauten ihre Aktienanteile am Kurznachrichtendienst zuletzt deutlich aus, wie aus Mitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag hervorgeht.

Dorsey, der persönlich etwa 875.000 Dollar für Anteilsscheine ausgab, unterstrich seinen Aktienkauf mit einer demonstrativen Geste. Er teilte den Link zur SEC-Mitteilung auf Twitter und kommentierte: "Investieren in Twitters Zukunft". Investoren gefiel das: Die Aktie ging mit einem Plus von mehr als neun Prozent aus dem Handel.

Ex-Twitter-Chef Dick Costolo, der im Juni nach Dauerkritik zurückgetreten war, hatte wiederholt mit Aktienverkäufen in großem Stil für Aufsehen gesorgt. Twitters Aktie war vor kurzem auf ein Rekordtief gefallen, nachdem der letzte Quartalsbericht überraschend schwaches Nutzerwachstum offenbart hatte.

Neben den Aktienkäufen der Vorstände gab Twitter zum Wochenauftakt eine Verlängerung der seit 2013 bestehenden Partnerschaft mit der National Football League NFL bekannt. Künftig wolle man noch enger zusammenarbeiten. Twitter werde nun täglich Videos, Infografiken und andere exklusive NFL-Inhalte veröffentlichen. Vor allem das Saisonfinale Super Bowl ist in den USA ein großer Publikumsmagnet.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma