TV-Sender Sky: Haben Daten über 22.000 IS-Unterstützer erhalten

London - Der TV-Sender Sky News hat nach eigenen Angaben Daten über 22.000 IS-Kämpfer aus mehr als 50 Staaten erhalten. Damit weitet sich das vor wenigen Tagen bekannt gewordene Leck in der radikal-islamischen Extremistenmiliz IS massiv aus. Die Informationen seien Sky News von einem enttäuschten ehemaligen IS-Anhänger zugespielt worden, teilte der britische Nachrichtensender am Donnerstag mit.

Darunter sollen neben Namen auch Telefonnummer und Adressen der Unterstützer sein. Dies alles soll dem Chef der internen Sicherheitsabteilung des IS von einem ehemaligen Kämpfer gestohlen worden sein, der sich mittlerweile der vom Westen unterstützten Oppositionsgruppe Freie Syrische Armee angeschlossen habe.

Vor wenigen Tagen hatte das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) bestätigt, dass deutschen Medien zugespielte Daten über IS-Unterstützer in Deutschland als authentisch eingestuft würden. Diese sind offenbar Teil der größeren Datei, die Sky News erhalten hat.

Nach Angaben der britischen Zeitung "Daily Mail" müssen Bewerber für den Jihad einen 23 Punkte umfassenden Fragebogen ausfüllen. Darin wird etwa nach der Adresse, dem Berut oder der Blutgruppe gefragt. Nicht alle Antragsteller haben ihre Nationalität bekannt gegeben.

Laut "Daily Mail" ist bis jetzt bekannt, dass von den Kämpfern 485 aus Saudi-Arabien, 375 aus Tunesien, 140 aus Marokko, 101 aus Ägypten, 35 aus Frankreich, 18 aus Deutschland, 16 aus Großbritannien und vier aus den USA stammen. Weitere 126 stammen aus den Libanon, Belgien, Australien, den Niederlanden, Russland und Afghanistan. Vorerst war nicht klar, ob sich auf der Liste auch die Namen von Österreichern finden.

IV startet Kampagne gegen "veritables Populismusproblem"

Politik

IV startet Kampagne gegen "veritables Populismusproblem"

Doha (APA) - US-Außenminister Rex Tillerson sieht einen Lösungsansatz in der Krise um das von seinen Nachbarstaaten blockierte Golf-Emirat Katar in weiter Ferne. "Es gibt keine starken Hinweise darauf, dass die Parteien schon bereit dafür sind, miteinander zu reden", sagte Tillerson am Sonntagabend bei einem Besuch in Katars Hauptstadt Doha.
 

Newsticker

Tillerson sieht Lösung in Katar-Krise noch in weiter Ferne

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutsche Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft ein starkes drittes Quartal zu. Die Konjunktur befinde sich weiter in einem kräftigen Aufschwung und "könnte im dritten Vierteljahr 2017 das hohe Expansionstempo des ersten Halbjahres gehalten haben", erklärte die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.
 

Newsticker

Bundesbank erwartet Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs