Turbinenbauer Nordex erwartet weitere Einbußen

Rostock (APA/Reuters) - Für den unter Druck geratenen deutschen Windturbinenbauer Nordex nimmt die Flaute kein Ende. Firmenchef Jose Luis Blanco kündigte am Dienstag für 2018 weiter sinkende Umsätze und Gewinne an. Beim Nettoergebnis erwarte er einen Verlust. Das in Deutschland eingeführte Auktionssystem sorge bei Nordex für schrumpfende Auftragseingänge, begründete der Manager die mauen Aussichten.

In Deutschland werden zudem seit vergangenem Jahr Windpark-Projekte ausgeschrieben, wer die geringste Vergütung verlangt, erhält den Zuschlag. Deutschland ist mit knapp 30 Prozent vom Umsatz für Nordex einer der wichtigsten Märkte.

Er rechne 2018 mit einem Rückgang der Erlöse auf 2,4 bis 2,6 Mrd. Euro und einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von vier bis fünf Prozent, sagte Blanco.

Die Bestellungen waren 2017 um knapp ein Viertel auf rund 2.700 Megawatt (MW) eingebrochen. Bei einem Rückgang der Erlöse auf 3,08 (Vorjahr: 3,4) Mrd. Euro sank das operative Ergebnis (Ebitda) vor Einmalaufwendungen auf 242 (285,5) Mio. Euro. Die Ebitda-Marge schrumpfte auf 7,9 (8,4) Prozent.

Der Turbinenbauer leidet wie seine Wettbewerber Vestas und Siemens Gamesa unter der schwindenden Nachfrage in Europa und dem zunehmenden Preisdruck.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor